Faustball EM: U18 Teams holen Doppel-Gold
FREISTADT/ST. LEONHARD. Die österreichischen Faustball U18-Nationalteams holten bei der Europameisterschaft in Münchwilen (Schweiz) die Goldmedaille. An diesem Erfolg waren sieben Freistädter und ein St. Leonharder beteiligt.

Sowohl die Frauen von Trainerin Birgit Kempinger als auch die Männer von Coach Jean Andrioli feierten 3:2 Siege über die Titelverteidiger aus Deutschland. Rang drei ging an Gastgeber Schweiz, die Plätze vier und fünf an Italien und Dänemark. Im österreichischen U18-Damenteam spielten mit Magdalena Karger und Anna Wagner drei Spielerinnen der Union Compact Freistadt mit und Laura Priemetzhofer war als Co-Trainerin dabei. Beim Männerteam waren mit Bastian Hackl, Wendelin Voit (beide Union Compact Freistadt) und Felix Rockenschaub (Union tgaplan St. Leonhard) drei Spieler aus dem Bezirk dabei und mit Jean Andrioli (Teamchef) und Pedro Andrioli (Co-Trainer) auch zwei Freistädter im Trainerteam.
Gold für Frauenteam
Die österreichischen U18-Frauen, die die Vorrunde als Zweitplatzierte abschlossen, trafen im Halbfinale auf die Schweiz. In einem Match auf Augenhöhe konnte man sich in jedem der drei Sätze knapp durchsetzen und somit den Finaleinzug feiern. Im Finale wartete wie auch die Jahre zuvor der Titelverteidiger Deutschland. Rasant startete man in den ersten Satz und sicherte sich diesen mit 11:9. Nach dem Satzausgleich durch Deutschland legten die jungen Österreicherinnen wieder vor, doch erneut konterten die Titelverteidigerinnen und erzwangen so den Entscheidungssatz. In einem Herzschlagfinish behielt die Auswahl von Faustball Austria bei großer Hitze einen kühlen Kopf und holte sich mit einem 15:13 den ersten EM-Titel nach 8 Jahren. „Wir haben hart auf dieses Ziel hingearbeitet. Ich bin sehr stolz, wie sich meine Mädels hier präsentiert und die Nerven bewahrt haben. Diesen Titel haben sie sich wirklich verdient!“, sagt die überwältigte Teamtrainerin Birgit Kempinger.
Ungeschlagen ins Finale
Die U18-Männer beendeten die Vorrunde auf ungeschlagen auf Rang eins. Diese starke Leistung rief die Mannschaft dann auch am Finaltag ab. Nach einem klaren 3:0 Halbfinalerfolg gegen Italien hieß auch hier der Gegner Deutschland. Die Männer taten es den Frauen gleich und starteten furios in dieses Endspiel. Sehenswerte Ballwechsel brachten den ersten Satzgewinn. Doch auch den deutschen Männern gelang der zweimalige Ausgleich, und so ging auch dieses Finale in den Entscheidungssatz. In einem offenen Schlagabtausch gingen die Titelverteidiger mit 9:8 in Führung, ehe Österreich mit drei Punkten in Folge den ersten Titel seit 1997 holte. „Unfassbar, welche spielerische und mentale Leistung die Jungs nicht nur im Finale, sondern während des gesamten Turniers gezeigt haben! Schön, dass wir nach so langer Zeit einen verdienten Titel nach Österreich geholt haben!“, sagt Neo-Teamchef Jean Andrioli.


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