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Online Redaktion, 08.01.2024 08:09

FREISTADT. Mit der Jännerrallye begann für E&S Motorsport die Rennsaison. Der Einstand des Teams von Dominik Senegacnik verlief mit Klassensiegen für Simon und Johann Seiberl, beide aus Windhaag bei Freistadt, erfolgreich.

  1 / 5   Für E&S Motorsport am Start: Simon Seiberl, Sieger in der Klasse ORM-2WD bei der Jännerrallye 2024 (Foto: Daniel Fessl - rallyepics.at)

E&S Motorsport setzte bei der Premiere gleich fünf Autos ein.

Youngster Simon Seiberl aus Windhaag bei Freistadt bestritt zum allerersten Mal eine Rallye mit dem Peugeot 208 Rally4 von E&S Motorsport. Für ihn und seinen Copiloten Florian Haderer konnte es in der Klasse ORM-2WD kaum besser laufen: Die Mühlviertler waren auf 16 der 18 Prüfungen die Schnellsten und konnten die Jännerrallye mit einem Vorsprung von über vier Minuten auf den Nächstbesten überlegen gewinnen.

Beinahe wäre es in dieser Klasse sogar zu einem Doppelsieg für E&S Motorsport gekommen. Allerdings erwischte der Deutsche Josef Madl (mit Beifahrer Michael Gallistl) drei Prüfungen vor dem Ende einen Holzpflock, der unter einer Schneedecke versteckt war, und musste anschließend aufgeben.

Martin Rossgatterer: Trotz spektakulärem Überschlag ins Ziel gekommen

Martin Rossgatterer aus Ottenschlag erreichte die Zielrampe, wovon nach einem spektakulären Überschlag am Samstag nicht auszugehen war: „Wir hatten auf mehr Schnee gesetzt und lagen mit dieser Abstimmung daneben. Dann habe ich zusätzlich attackiert, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.“ Es zeigte sich, wie stabil der neue Citroën C3 Rally2 ist, denn Rossgatterer und sein Copilot Jürgen Heigl konnten weiterfahren.

„Mein Dank gilt Dominik Senegacnik und seiner Crew, die auch in diesem für ein junges Team so schwierigen Moment ruhig geblieben sind. Niemand hat den Kopf hängen gelassen und jeder hat geschraubt, damit wir die Rallye doch noch zu Ende fahren können.“

Nach diesem Zeitverlust und einem weiteren Ausrutscher am Samstagnachmittag war allerdings keine Topplatzierung mehr zu erreichen: „Am Sonntag ging es darum, wieder Motivation zu finden und an die Leistungen vom Freitag anzuschließen, was gut gelungen ist.“ Die Rallye begann für den 36-Jährigen nämlich vielversprechend: Nach einer Sonderprüfungsbestzeit am Freitagabend in Lasberg lag der Wartberger nach dem ersten Rallyetag sogar auf dem zweiten Gesamtrang: „Wir haben gezeigt, dass wir an der Spitze der Staatsmeisterschaft mitfahren können.“

Klassensieg für Johann Seiberl

Einen weiteren Klassensieg konnte E&S Motorsport in der Klasse 7.1 bejubeln: Simon Seiberls Onkel Johann Seiberl aus Windhaag bei Freistadt gewann bei seinem elften Start bei der Jännerrallye diese Wertung in einem von E&S Motorsport betreuten Mitsubishi Lancer Evo VI. Vor allem seine kontrollierte Fahrweise half dem 57-Jährigen bei diesen trickreichen Bedingungen zum Erfolg. „Man will immer mehr, vor allem wenn es an der eigenen Haustür vorbeigeht – da darf man es nicht übertreiben. Aber wir sind überaus zufrieden mit dem Ausgang!“

Gemischt fällt das Fazit des Topfahrers Jan Černý (Beifahrer Ondřej Krajča) aus, der wie schon im Vorjahr mit einem Opel Corsa Proto an den Start ging. Wie erwartet konnte er sich auf mehreren Prüfungen inmitten der stärkeren Rally2-Autos klassieren. Das beste Ergebnis gelang dem Tschechen im Schneefall der 13. Prüfung. Černý: „Unser Opel Corsa ist ein Prototyp und wir entwickeln das Auto jedes Mal weiter. Kleinere technische Probleme und ein paar Reifenschäden haben uns leider zurückgeworfen.“

E&S Motorsport bei der Rebenland-Rallye am Start

Die Rallye-Staatsmeisterschaft wird mit der Rebenland-Rallye am 15. und 16. März 2024 in der Steiermark fortgesetzt. E&S Motorsport wird auch dort wieder am Start sein.


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