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BEZIRK FREISTADT. Der Lehrlingsmangel und -rückgang im Bezirk beschäftigt die Wirtschaft und Lehrbetriebe. Damit mehr Lehrlinge in der Region bleiben, wurde die JOB/UP Lehrlingsakademie Mühlviertel ins Leben gerufen.

Rudolf Ortner, Wolfgang Gutenthaler, Gabriele Lackner-Strauss und Dietmar Wolfsegger (v. l.) stellen die neue JOB/UP Lehrlingsakademie Mühlviertel vor. Foto: WKO

„Für die regionale Wirtschaft im Bezirk Freistadt sind die Lehrlinge schlicht und einfach eine unverzichtbare Voraussetzung“, betont WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss. Aktuell stehen in 267 gewerblichen Lehrbetrieben im Bezirksgebiet Freistadt 663 Jugendliche in Ausbildung – Tendenz allerdings drastisch sinkend. 

Die Zahl der Lehrlinge sinkt in Oberösterreich in letzter Zeit generell – besonders stark aber vor allem im Bezirk Freistadt. Im Vorjahr hat sich die Zahl der Lehrlinge um 60 Jugendliche verringert. Das bedeutet einen Rückgang von 8,3 Prozent (OÖ-Durchschnitt: 4,09 Prozent). Mit einer Verbesserung der Situation rechnen Baumeister Wolfgang Gutenthaler aus Gutau und der Tragweiner Holverarbeiter Rudolf Ortner nicht: „Schon jetzt ist es schwierig, genug geeignete Jugendlichen in der Region für eine Lehrausbildung zu gewinnen. Und das wird nicht einfacher“, verweisen Gutenthaler und Ortner auf die demografische Entwicklung, für die im Bezirk Freistadt bis zum Jahr 2025 ein 26-prozentiger Rückgang bei der Anzahl der 15-Jährigen prognostiziert wird. In dieser Situation verschärft sich der Wettbewerb um den Nachwuchs zwischen regionalen Unternehmen und Unternehmen im oberösterreichischen Zentralraum zusätzlich. Schon jetzt pendeln von 1480 im Bezirk Freistadt wohnenden Lehrlingen nicht weniger als 919 in andere Bezirke aus, 659 davon allein nach Linz. 

Umso mehr sind Freistädter beziehungsweise Mühlviertler Unternehmen gefordert, mit überzeugenden und innovativen Lösungen dagegenzuhalten. JOB/UP Lehrlingsakademie Mühlviertel ist so eine. „Es handelt sich dabei um eine überbetriebliche Ausbildung für Lehrlinge von Mühlviertler Lehrbetrieben“, erklärt WKO-Leiter Dietmar Wolfsegger. Die Jugendlichen erwerben dabei in drei Modulen unverzichtbare Kompetenzen für spätere verantwortungsvolle Aufgaben. Ausbildungsbetriebe im Bezirk Freistadt können ihren Lehrstellenbewerbern mit JOB/UP ein modernes Ausbildungstool anbieten und sich als attraktiver Mühlviertler Arbeitgeber präsentieren. Lehrlinge zudem die Möglichkeit, sich über JOB/UP in der Region zu vernetzen, nennt Wolfsegger neben dem Qualifizierungs- auch einen Nachhaltigkeitsaspekt von JOB/UP.JOB/UP startet im Herbst 2015. Die drei Module verteilen sich auf November 2015 bis Juli 2016. Für jedes Modul stehen jeweils zwei Termine zur Auswahl. Teilnahmeberechtigt sind Lehrlinge sämtlicher Lehrberufe aus dem 2. bis 4. Lehrjahr.

Vorteile für Lehrbetriebe:Lehrbetriebe haben ein weiteres Tool bei der Lehrlingsanwerbung: mit JOB/UP können sie Nachteile als „kleinere“ Ausbildungsbetriebe gegenüber „stärkeren Mitbewerbern“ ausgleichen JOB/UP bietet Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten mit anderen Mühlviertler LehrlingenEine Förderung in Höhe von 75 Prozent macht JOB/UP kostenmäßig extrem attraktivJOB/UP stärkt das Image der Lehre bei Jugendlichen und Eltern (“wer im Mühlviertel eine Lehre macht, hat mehr Chancen“)

Vorteile für Lehrlinge:Lehrlinge stärken damit ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen, Arbeitgeber setzen sie schneller zu noch spannenderen Aufgaben einLehrlinge steigern damit ihre Karriere-Chancen und bereiten sich vor für TOP JobsLehrlinge lernen tolle Lehrlinge aus anderen regionalen Betrieben kennen und können sich vernetzenLehrlinge erleben ihre Arbeit noch besser im TeamLehrlinge können auf ihren Job bei einem Lehrbetrieb im Mühlviertel noch mehr stolz sein

JOB/UP Lehrlingsakademie Mühlviertel:Modul 1: PersönlichkeitIm Mittelpunkt dieses Einstiegsmoduls stehen die Themen Persönliche Ziele, Stärken/Schwächen, Motivation, Zeitmanagement, Umgang mit Social Media, Suchtprävention

Modul 2: Teamentwicklung und KonflikteDer zweite Qualifizierungspart von JOB/UP beschäftigt sich inhaltlich mit Teamwork, Konflikten, Mobbing, dem Umgang mit Kunden-Kollegen-Vorgesetzten, einem Business Knigge sowie Benimmregeln (Begrüßung, Outfit, Small Talk)

Modul 3: Kommunikation und Wirtschaftliches DenkenRhetorik, Sprache-Gestik-Mimik, Spaß beim Reden, Funktionsweise von Unternehmen, Preis & Kosten, Kundenzufriedenheit, Führung sowie Verantwortung übernehmen sind die thematischen Schwerpunkte des abschließenden dritten Moduls

Anmeldung mit Anmeldebogen bei der WKO Freistadt unter freistadt@wkooe.at oder Fax: 05 90909 5209

 

 

 


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