Arbeitslosen-Zahl sinkt im Bezirk Freistadt seit sieben Monaten
BEZIRK FREISTADT. Seit sieben Monaten sinkt die Zahl der Arbeitslosen – ein Umstand, der Freistadt deutlich vom übrigen Österreich abhebt. „Das hohe Engagement meiner Mitarbeiter hat dazu sicher einen großen Beitrag geleistet“, ist sich AMS-Chef Alois Rudlstorfer sicher.

Wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hat laut dem Leiter des AMS Freistadt die stabile und erfolgreiche Wirtschaft im Bezirk. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es deutlich mehr offene Stellen, „ein Zeichen dafür, dass die Auftragslage passt.“ Insgesamt ist die Jahresarbeitslosenquote im Bezirk 2016 gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent gesunken.
Jugendliche und Ältere
Besonderes Augenmerk legte das AMS Freistadt 2016 auf die Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit unter den Jugendlichen und die Unterstützung der älteren Arbeitsuchenden. Diesen fällt es aus verschiedensten Gründen immer schwerer, wieder einen passenden Arbeitsplatz zu finden. Mit Unterstützung des AMS Freistadt fanden im vergangenen Jahr 322 Frauen und 538 Männer ab 45 einen neuen Arbeitsplatz.
Eine weitere Zielgruppe, die besonderer Unterstützung bedarf, ist die der langzeitarbeitslosen Personen (länger als ein Jahr zur Arbeitsuche vorgemerkt).
Langzeitarbeitslose
„Bei dieser Personengruppe konnten wir immerhin 29 Frauen und 43 Männer unterstützen, dass sie ein zumindest zwei Monate andauerndes Dienstverhältnis fanden.“ Eine weitere Gruppe die es nicht leicht hat auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, ist die der Wiedereinsteigerinnen nach der Kinderpause. Das AMS unterstützte 2016 147 Wiedereinsteigerinnen bei der Arbeitsaufnahme und 128 bei der Teilnahme an Qualifizierungsangeboten.
Sinnvolle Schulungen
„Da die Sinnhaftigkeit von AMS-Schulungsangeboten immer wieder in Frage gestellt wird, sehen wir uns die Arbeitsaufnahmequote nach der Teilnahme an diesen Angeboten immer sehr genau an“, berichtet Rudlstorfer. Von den 948 Personen (510 Frauen/438 Männer), die 2016 ein Kursangebot des AMS Freistadt besuchten, waren 46,8 Prozent der Frauen und 54,6 Prozent der Männer drei Monaten nach dem jeweiligen Kursende wieder in Beschäftigung.
Die Freistädter Betriebe haben 2016 das AMS mit der Besetzung von 1.691 offenen Stellen und 272 offenen Lehrstellen beauftragt, ein Großteil davon wurde besetzt. 199 Betriebe besuchten die Mitarbeiter des Service für Unternehmen persönlich, um den Kontakt zu halten und gezielt zu beraten.
Lage bleibt angespannt
„Laut Prognosen wird sich die Lage 2017 trotz der bei uns positiven Arbeitsmarktvorzeichen nicht wesentlich verbessern. Wir werden weiter alles daran setzen, offene Arbeitsstellen so rasch wie möglich mit geeigneten Arbeitsuchenden zu besetzen. Auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte Arbeitsuchende unterstützen wir durch Qualifizierungsangebote und Einstellbeihilfen bei der Integration in den Arbeitsmarkt“, verspricht Alois Rudlstorfer.


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