Freistädter Badeschluss ist abgesagt - Grüne Initiative zur Bäderrettung jetzt im Landtag beschlossen
BEZIRK FREISTADT. Beste Nachrichten zum Ferienstart: Gemäß der oberösterreichischen Bäderstudie wären im Bezirk Freistadt drei Viertel aller Bäder in Gefahr gewesen, von 17 sollten nur vier übrig bleiben. Dieser Kahlschlag ist vorerst vom Tisch, die Grüne Initiative zur Rettung der Bäder wurde jetzt im Landtag beschlossen. Nun muss ein Programm zur Sanierung und Erhaltung der Frei- und Hallenbäder ausgearbeitet werden.

„Die besten Nachrichten kommen rechtzeitig zum Ferienstart“, freut sich der Grüne Sportsprecher Severin Mayr: Die Grüne Initiative zur Rettung der Badeanlagen ist diese Woche auch vom Landtag beschlossen worden – nachdem der Antrag der Grünen im vergangenen Jahr mehrmals im Sportausschuss auf der Tagesordnung stand und fünf Mal vertagt wurde. Statt Bäder einfach zu schließen, soll jetzt ein Programm zur Sanierung und Erhaltung derFrei- und Hallenbäder ausgearbeitet werden. „Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, der Bezirk Freistadt kann aufatmen!“
Aus 17 mach vier - Warum standen viele Bäder im Bezirk Freistadt vor dem Aus?
Mit einer Umsetzung der sogenannten Bäderstudie des Landes OÖ wäre ein massiver Kahlschlag bei den heimischen Bädern bevorgestanden. In der Studie wird eine drastische Reduzierung von derzeit 230 (144 klassische Freibäder, 86 Natur- bzw. Strandbäder) auf ca. 100 Standorte bis zum Jahr 2025 empfohlen. Konkret sollte auf 15.000 Einwohner bei einer Erreichbarkeit binnen 15 Kilometer nur mehr ein Freibad kommen „Das hätte bedeutet, dass in Oberösterreich mehr als jedes zweite Freibad geschlossen werden müsste“, zeigt Severin Mayr auf. Besonders der Bezirk Freistadt mit seinen rund 66.000 Einwohnern und insgesamt 17 Freibadanlagen wäre davon stark betroffen gewesen. Hier hätten drei Viertel aller Bäder zusperren müssen.
Da laut Bäderstudie vorrangig Strandbäder mit touristischer Bedeutung erhalten bleiben sollen, wären Gemeinden ohne Badeseen von den Schließungen besonders betroffen gewesen. Diese Pläne sind vom Tisch- jetzt kommt ein Erhaltungskonzept statt Schließungsplan!
„Mit dem einstimmigen Beschluss im Landtag haben wir diese Pläne nun stoppen können. Stattdessen wird nun ein Programm zur Sanierung und Erhaltung unserer Frei- und Hallenbäder ausgearbeitet. Und jetzt heißt es dranbleiben“, stellt Mayr klar. Jedes Kind soll schwimmen lernen!Warum ist die Versorgung mit regionalen Bädern so wichtig? Dabei geht es um die Lebensqualität in den Bezirken. Ob sportliches Training, Schulschwimmen, Gesundheitsförderung und Reha oder einfach nur Badespaß – ein bestmögliches und regional ausgewogenes Angebot an Badeanlagen für die Oberösterreicher ist dringend sicherzustellen. Zudem können Schulen schon heute ihren Lehrauftrag nicht mehr nachkommen, weil das nächste Frei- oder Hallenbad zu weit entfernt liegt. Hier müssen wir gegensteuern. Wer Bäder schließt, um Kosten zu senken, handelt verantwortungslos“, sagt Mayr.


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