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BEZIRK FREISTADT. Nachdem im Juni die Zahl der Arbeitslosen, entgegen aller Trends, in Freistadt gestiegen ist, gibt es seit Juli wieder fallende Zahlen. 

AMS Chef Alois Rudlstorfer Foto: Stummer
AMS Chef Alois Rudlstorfer Foto: Stummer

Ende August suchen 1155 Personen (683 Frauen/472 Männer) einen neuen Job. Das ist, im Jahresvergleich, ein Rückgang um 54 Personen (4,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote sinkt damit um 0,3 Punkt auf 4 Prozent. „Der Rückgang betrifft, mit Ausnahme der über 50-Jährigen, alle Altersgruppen. Bei den Jugendlichen beträgt der Rückgang sogar 19,5 Prozent“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer.

Arbeitslosen-Anstieg bei über 50-Jährigen

Nach wie vor steigt die Zahl der über 50-Jährigen, die ohne Job sind. In dieser Altersgruppe steigt die Zahl gegenüber August 2016 um 9,5 Prozent auf insgesamt 346 Personen (188 Frauen/158 Männer). Damit ist in Freistadt fast jeder dritte Arbeitslose über 50 Jahre alt. „Um diesem Trend entgegen zu wirken, setzen wir weiterhin auf attraktive Eingliederungsbeihilfen für Betriebe, die ältere Arbeitsuchende, die schon länger als ein halbes Jahr auf Arbeitsuche sind, einstellen“ sagt Rudlstorfer. Ab Jänner 2018 sollen zudem im Rahmen der Aktion 20.000 auch im Bezirk Freistadt zusätzliche Arbeitsplätze für über 50-Jährige bei öffentlichen Arbeitgebern und gemeinnützigen Vereinen entstehen.

Betriebe suchen Arbeitskräfte

Bei den Betrieben im Bezirk Freistadt gibt es derzeit 497 offene Stellen. 419 davon sind sofort verfügbar. Das entspricht im Jahresvergleich einem Plus von mehr als 34 Prozent. „Das ist ein unübersehbares Zeichen dafür, dass die Konjunktur anzieht“, sagt der Freistädter AMS Chef. Laut Rudlstorfer sind trotz der vielen Arbeitssuchenden einige dieser offenen Stellen sehr schwer abzudecken, weil oft gesundheitliche Einschränkungen der Bewerber, die eingeschränkte Mobilität oder fehlende Qualifikationen eine Einstellung verhindern. „Beim Erwerb fehlender Qualifikationen unterstützen wir Arbeitsuchende durch die Übernahme von Kurskosten und Betriebe mit innovativen Ausbildungsmöglichkeiten, wie der arbeitsplatznahen Qualifizierung oder der Qualifizierungsförderung für Beschäftigte“, sagt Rudlstorfer.

Freie Lehrstellen

Die meisten offenen Stellen gibt es in den Metall- und Elektroberufen (69), im Handel (60), in den Bauberufen (47) in den technischen Berufen (47) und im Fremdenverkehr (43). Sehr gut sieht es weiterhin für Lehrstellensuchende aus. Den 43 Jugendlichen (26 Mädchen/17 Burschen) stehen alleine bei Betrieben im Bezirk 83 offene Lehrstellen zur Verfügung. Am häufigsten gesucht werden Lehrlinge in den Bauberufen (18), in den Metall- und Elektroberufen (18), in den Fremdenverkehrsberufen (16), in Handel- und Verkehr (14) und bei den Holzverarbeitern (elf). „Für Jugendliche, die trotz dieser guten Ausgangssituation keinen Lehrplatz finden organisieren wir, teilweise gemeinsam mit dem Land OÖ, Berufsorientierungs- und spezielle Lehrausbildungskurse. So stellen wir sicher, dass jeder  Jugendliche die Chance auf eine Lehrausbildung erhält“, sagt Rudlstorfer abschließend.


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