Von der Idee bis zur Firma: Schüler der HAK/HTL Freistadt versuchen sich ein Schuljahr lang als Unternehmer
FREISTADT. Erfahrung in der Wirtschaft sammeln, Spaß haben, positiv bilanzieren und beim Landesbewerb einen Stockerlplatz ergattern: Das sind die Ziele, die sich Schüler der 4. Klassen der HAK/HTL Freistadt bei der Gründung ihrer Junior Companies gesetzt haben. Bei der Präsentation im Festsaal der Schule ließen sich zahlreiche Ehrengäste, darunter Ulrike Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, vom Enthusiasmus der Jungunternehmer mitreißen.

Junior Companies sind reale Firmen, die nur für die Dauer eines Schuljahres - sozusagen zu Übungs- und Unterrichtszwecken - gegründet werden.
Im laufenden Schuljahr sind an der HAK/HTL Freistadt zwei Junior Companies gegründet worden: KiddyTec und Candela.
Von der Idee zur Firma
„Die Junior Company Candela beschäftig sich mit den Themen Up- und Recycling und stellt aus alten, kaputten Glühbirnen verschiedene Deko-Artikel her“. Die Junior Company KiddyTec wiederum stellt physikalische Phänomene in Workshops so dar, dass Volksschulkinder diese verstehen. KiddyTec führt technische Bausätze vor und verkauft diese“, erläutern die beiden Betreuungslehrer Bettina Gahleitner und Horst Preinfalk.
„KiddyTec“ begeistert Kinder für Physik und Technik
„Wir waren in den Volksschulen Rainbach und Reichenthal und haben dort mit den Kindern einfache physikalische Experimente gemacht“, berichtet KiddyTec-Geschäftsführer Florian Keuzer. „Die Kinder waren mit vollem Elan dabei, das hat auch uns motiviert.“
„Unser Ziel ist es, Kinder zum Staunen zu bringen und für Technik zu begeistern“, ergänzt Co-Geschäftsführer Thomas Solberger.
„Candela“ upcycelt Glühbirnen
Die Gründer der Junior Company Candela hatten die Idee, etwas Sinnvolles mit ausgedienten Glühbirnen anzufangen. Sie fertigen verschiedene Deko-Artikel aus Glühbirnen auf Mühlviertler Holzscheiben. „Diese haben wir auf Weihnachtsmärkten verkauft“, sagt Geschäftsführer Daniel Hochreiter.
„Sehr gute Vorbereitung auf das Berufsleben“
„Es ist eine sehr gute Vorbereitung auf das spätere Berufsleben, wenn man ein Jahr lang unternehmerisch denken und handeln kann, außerdem Stolpersteine meistern muss“, sagte Stadtrat Klaus Haunschmied, in Vertretung von Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer, bei der Präsentation. „Ich weiß, es steckt irrsinnig viel Arbeit in den Junior Companies, deshalb danke an die Lehrer, die die Schüler so gut unterstützt haben.“
Lob von Lackner-Strauss und Rabmer-Koller
Gabriele Lackner-Strauss, Obfrau der Wirtschaftskammer Freistadt, gab den HAK/HTL-Schülern mit auf den Weg: „Wenn ihr einen Job in der Region findet, bleibt doch im schönen Mühlviertel. Wir haben sehr gute Firmen in der Region, die sehr gut ausgebildete Mitarbeiter brauchen.“
WKO-Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller dankte sowohl Schülern als auch Lehrern für ihren Einsatz, beglückwünschte sie zu ihren Projekten und zeigte sich siegessicher, was den Landesbewerb der Junior Companies am 4. Juni in Linz angeht.
Landesbewerb am 4. Juni in Linz
Zum Landesbewerb am 4. Juni in Linz fahren die Firmengründer der HAK/HTL Freistadt guten Mutes. „Wir haben zwar echt starke Gegner, aber wir glauben schon, dass wir dort was reißen können“, sagt Florian Kreuzer (KiddyTec), und Daniel Hochreiter (Candela) ergänzt: „Wir werden uns bestmöglich präsentieren und einfach Erfahrungen sammeln.“


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