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Von Himmelsteichen und Wetterfröschen: Energiebezirk Freistadt wird als Klar! klimafit

Mag. Susanne Überegger, 16.06.2018 10:23

BEZIRK FREISTADT. Als einzige Region in Oberösterreich ist der Energiebezirk Freistadt seit Anfang Mai Träger Klimawandel-Anpassungs-Modell-Region (Klar!). Bewusstseinsbildungsmaßnahmen zum Thema und konkrete Projekt sind schon in Planung, um die Region klimafit zu machen.

v.l.n.r. Johannes Traxler (Projektmanager), Franz Xaver Hölzl (Vorstand EBF), Christiane Jogna (Vorstand EBF), Norbert Miesenberger (GF EBF), Alfred Klepatsch (Obmann EBF), Michael Lindner (Obmann-Stv. EBF) und Johannes Aistleitner (Vorstand EBF) vor einem Retentionsbecken in Götschka/Neumarkt. Foto: Überegger

„Die Klimaveränderung der nächsten 15, 20 Jahre steht schon geschrieben“, sagt Alfred Klepatsch, der Obmann des Energiebezirks Freistadt.

„Müssen die Bevölkerung wachrütteln“

„Umso wichtiger ist es, in der Bevölkerung ein Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen, die Leute wachzurütteln und über mögliche Maßnahmen zu informieren.“

Stammtisch-Halbwahrheiten am Bierdeckel zum Thema Klimawandel

Dies ist Aufgabe von Klar!-Manager Johannes Traxler aus Windhaag. Er betreibt unter anderem Öffentlichkeitsarbeit.

Aber nicht nur in den verschiedenen Medien, sondern mit einer besonderen Idee: In Gasthäusern werden Bierdeckel mit typischen Stammtisch-Halbwahrheiten Behauptungen zum Klimawandel aufgelegt – auf der Rückseite werden die Klimamythen durch wissenschaftlich belegte Fakten, welche entkräftet. „Es ist schon ein Erfolg, wenn jemand das am Bierdeckel Geschriebene liest. Der Idealfall ist es, wenn dann auch noch über das Thema diskutiert wird“, sagt Johannes Traxler.

Auch in Schulen will die Klar! aktiv tätig werden.

Stabile Mischwälder

Außerdem sind mehrere konkrete Projekte geplant: Etwa die Himmelsteiche, die nichts anderes sind als Rückhaltebecken, die ausschließlich durch Regenwasser, quasi vom Himmel, gespeist werden.

Auch die aktive Mitgestaltung von stabilen Mischwäldern wird angestrebt, Zielgruppe hierbei sind die Waldbesitzer. Ziel ist es, weniger Borkenkäfer-anfällige Fichten aufzuforsten, sondern auch anderen Baumarten eine Chance zu geben.

Im Rahmen des Hangwassermanagements und Erosionsschutzes soll ein Bewusstsein für Hochwässer fern von Gewässern gebildet werden. Diese können durch Versiegelung, großräumige Ackerflächen und vermehrte Starkniederschläge auftreten.

Sparsamer Umgang mit Trinkwasser

Das Aufzeigen regionaler Wetterstationen (Maßnahme „Wetterfrösche“) und ein Bewusstsein für den sparsamen Umgang mit Trinkwasser - vor allem zu den Spitzenverbrauchszeiten - schaffen, Informationen über das Aufrtreten invasiver Neophyten (Pflanzenarten, die in einem bestimmten Gebiet ursprünglich nicht einheimisch sind) und die Errichtung eines Klimaerlebniswegs mit interaktiven Stationen sind weitere geplante Maßnahmen, um den Energiebezirk Freistadt klimafit zu machen. 

Klimawandel am Stammtisch

Behauptung:

Klimaschutz ist überbewertet. Wenn die großen Staaten wie die USA nichts tun, kann Österreich auch nichts bewirken.

Fakt ist aber:

Klimaschutz darf nicht länger als Bürde wahrgenommen werden. Legen wir die Opferrolle ab. Klimaschutz ist eine Chance, Entwicklungen früh zu erkennen und als Vorreiter eine Pionierfunktion einzunehmen.

->Emissionen zu senken ist möglich, ohne dass die Wirtschaft in den Ruin getrieben wird. Ganz im Gegenteil: Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg gehen Hand in Hand.

-> Staaten werden unabhängiger von Energieimporten. Mit dem Ausstieg aus krisenanfälligen fossilen Energieträgern wird die Energieversorgung billiger und sicherer.

-> Die regionale Wertschöpfung wird gesteigert udn Arbeitsplätze werden geschaffen. In Österreich sind fast 40.000 Arbeitsplätze dem Sektor Erneuerbarer Energie zu verdanken.

Mehr Infos www.klimartikulieren.at


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Gastuser
Gastuser
01.07.2018 06:57

Klar

Bitte geben sie die Gasthäuser bekannt, wo diese Bierdeckel aufliegen. Außer für Sammler sind sie sicher als Diskussionsgrundlage nicht schlecht.