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Oberösterreich wehrt sich – Fast 13.000 Unterschriften an Bundesministerin Köstinger übergeben

Regina Wiesinger, 13.11.2018 10:01

BEZIRK FREISTADT. Die Unterschriftenaktion des Anti Atom Komitees gegen den AKW Ausbau und ein grenznahes Atommüllendlager in Tschechien war ein voller Erfolg. Es konnten fast 13.000 Unterschriften an die Bundesministerin übergeben werden. Köstinger sagte volle Unterstützung zu und betonte, alle rechtlichen Möglichkeiten dagegen ausschöpfen zu wollen.

Übergabe von fast 13.000 Unterschriften gegen den AKW Ausbau und ein grenznahes Atommüllendlager in Tschechien. v.l.n.r. Manfred Doppler, Alfred Klepatsch, BM Elisabeth Köstinger, Elfi Guttenbrunner, Sandra Wagner und Johanna JachsFoto: BMNT/Paul Gruber

Im Rahmen der Gemeinderesolution gegen den Atomausbau und ein grenznahes Atommüllendlager, die mehr als 400 Gemeinden in Ober- und Niederösterreich und in Salzburg beschlossen haben, haben auch fast 13.000 Bürger mit ihrer Unterschrift ihr klares NEIN dazu zum Ausdruck gebracht.

„Jetzt müssen Taten folgen“

Diese Unterschriftenlisten wurden vergangene Woche in Wien an Bundesministerin Elisabeth Köstinger überreicht. „Die Ministerin war sehr beeindruckt, dass fast alle Unterschriften Originale waren, die vom Anti Atom Komitee gesammelt wurden. Wir haben von der Ministerin eingefordert, dass von der Regierung diesen klaren Forderungen der Gemeinden und Bürger jetzt aber auch Taten folgen müssen“, betont Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee und möchte sich gleichzeitig für die Unterstützung von Umweltorganisationen und zahlreichen Gemeinden in Oberösterreich bedanken, die diese vielen Unterschriften ermöglicht haben.

Gespräch gleich genützt

Weitere Schwerpunkte des Gesprächs war die Förderung der E-Mobilität und dass hier auch die anderen Rahmenbedingungen, wie die Stromproduktion, Förderung heimischer Energieträger nicht vergessen werden dürfen, denn nach der österreichischen Energiestrategie 2030 sollen in zwölf Jahren 100 Prozent des Stromes in Österreich „erneuerbar“ sein. „Wir haben der Ministerin auch klar gesagt, dass dies eine Herausforderung ist, die gewaltig ist. Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern muss mehr als verdoppelt werden, will man dieses Ziel tatsächlich erreichen! Aus heutiger Sicht erscheint dies allerdings in weiter Ferne, wenn der Ausbau und Förderung der „Erneuerbaren“ nicht massiv intensiviert wird“, so Manfred Doppler weiter und er erinnert abschließend: „Die Ablehnung von Zwentendorf vor 40 Jahren ist heute kein Grund zum Jubeln, denn Österreich importiert über 15 Prozent Strom vorwiegend aus Deutschland und Tschechien. Wir haben der Ministerin auch gesagt, dass dadurch die Glaubwürdigkeit der österreichischen Anti Atom Politik massiv untergraben wird!“


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