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Landflucht stoppen: leistbarer Wohnraum und bessere Verkehrsanbindungen gefordert

Mag. Michaela Maurer, 05.02.2019 10:10

BEZIRK FREISTADT. Elf Gemeinden im Bezirk, besonders in der Region Mühlviertler Alm, sind von der Landflucht betroffen und verzeichneten in den vergangenen Jahren immer weniger Einwohner. Die SPÖ will mit einer Initiative diesen Trend stoppen.

Erich Punz, Hans Haslinger und Michael Lindner (v. l.) Foto: SPÖ
Erich Punz, Hans Haslinger und Michael Lindner (v. l.) Foto: SPÖ

„Am deutlichsten ist diese Entwicklung in jenen Gebieten zu erkennen, die weit von wirtschaftlichen Zentren entfernt sind und über eine schlechte Verkehrsanbindung verfügen“, sagt Michael Lindner, SP-Bezirksvorsitzender und Landtagsabgeordneter. Die Gemeinden Liebenau (Platz zwei) und Weitersfelden (Platz vier) gehören zu den zehn Gemeinden Oberösterreichs, die seit 1971 den stärksten Bevölkerungsrückgang verzeichnen. Bessere Verkehrsanbindungen, leistbare Wohnmöglichkeiten und ausreichend Kinderbetreuung nennt Lindner als die drei wichtigsten Faktoren gegen die Landflucht.

Spardruck auf Gemeinden

„Um die Abwanderung zu stoppen, brauchen wir besser Rahmenbedingungen bei Raumordnung, Baurecht, Naturschutz und Forstrecht“, sagt der Liebenauer Bürgermeister Erich Punz, Leiter des Arbeitskreises „Stop Landflucht“. Er fordert eine gerechtere Finanzausstattung gegenüber den Zentralräumen. „Wenn der Wohnraum-Quadratmeter bei uns genau so viel kostet wie in Steyr und die Leute bei uns zusätzlich pendeln müssen, wird es schwierig.“ Durch den Spardruck auf die Gemeinden würde laut Punz der ländliche Raum zusätzlich ausgedünnt.

Pendeln raubt Zeit für Familie

Auch Hans Haslinger aus Unterweißenbach weiß, dass das Pendeln zur Belastung werden kann: „Viele Pendler sind täglich drei Stunden und mehr unterwegs. Die Zeit geht zugunsten der Familie, des freiwilligen Engagements in Vereinen und bei der Feuerwehr und für die Freizeit drauf.“ Bei einem Diskussionsabend sollen Ideen und Maßnahmen besprochen werden und Vernetzung stattfinden. 

Diskussionsvortrag

„Wie Landflucht stoppen?“

15. Februar 2019

19 UhrKaltenbergerhof, Kaltenberg


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