Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt sinkt auf 5,2 Prozent
BEZIRK FREISTADT. Ende Jänner waren im Bezirk Freistadt 537 Frauen und 956 Männer beim Arbeitsmarktservice arbeitslos gemeldet. Das ist ein Rückgang um insgesamt 86 Personen (sechs Frauen/80 Männer) bzw. um 5,44 Prozent.

„Der Rückgang bei den Männern ist großteils auf die gute Situation im Baugewerbe zurückzuführen. Viele Baufirmen können, auf Grund der milden Temperaturen, auch im Winter auf vielen Baustellen weiter arbeiten“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer.
Von den insgesamt 1493 arbeitslosen Personen verfügen laut Rudlstorfer derzeit 593 Personen über eine Wiedereinstellzusage. Sie werden in den nächsten Wochen bzw. Monaten wieder die Beschäftigung bei ihrem Stammbetrieb aufnehmen. Tatsächlich auf Arbeitsuche sind damit derzeit insgesamt 900 Personen des Bezirks.
Die Arbeitslosenquote sinkt im Jahresvergleich um 0,4 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent.
196 Jugendliche beim AMS Freistadt arbeitslos gemeldet
Die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen verringert sich im Jahresvergleich um 16,2 Prozent. Momentan sind 196 Jugendliche beim AMS Freistadt arbeitslos gemeldet. – 86 davon verfügen über eine Wiedereinstellzusage.
„Mit 110 tatsächlich auf Arbeitsuche befindlichen Jugendlichen, spielt die Jugendarbeitslosigkeit im Bezirk eine eher untergeordnete Rolle“, sagt Rudlstorfer. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass Jugendlich im Schnitt nach 45 Tagen bereits wieder einen neuen Job haben.
Ab 55 Jahren wird es schwierig, einen Job zu finden
Das Alter, ab dem es sehr schwierig wird, wieder einen neuen Job zu finden, verlagert sich von 50 auf 55 Jahre - die einzige Altersgruppe, in der es einen spürbaren Anstieg unter den Arbeitssuchenden gibt. In dieser Altersgruppe dauert es mit 142 Tagen auch dreimal so lange, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, wie bei den Jugendlichen.
„Daher haben wir die Eingliederungsbeihilfen für Betrieb an diese Zielgruppe angepasst“, sagt der Freistädter AMS Chef. Bei der Einstellung von über 55-Jährigen Arbeitssuchenden kann das AMS nun bis zu sechs Monate lang Zuschüsse zu den Lohnkosten, an die entsprechenden Betriebe, zahlen.
Arbeitskräftebedarf im Bezirk steigt nach wie vor
Der Arbeitskräftebedarf im Bezirk steigt nach wie vor. Derzeit gibt es im Bezirk 547 offene Stellen in den verschiedensten Berufen und Branchen. Von einer, sich eintrübenden Konjunktur ist da im Bezirk weit und breit noch nichts zu spüren. Vielmehr leiden die Betriebe unter dem steigenden Fachkräftemangel.
Jahrzehntelange Berufserfahrung bei älteren Arbeitnehmern
„Bei der Suche nach den fehlende Fachkräften wird das Potential der über 55–Jährigen oft zu wenig berücksichtigt. Diese Personen verfügen oft über jahrzehntelange Berufserfahrung und haben immerhin noch bis zu zehn Arbeitsjahren vor sich, bevor sie in Pension gehen können“, sagt Rudlstorfer.
Um dieses Potential für Betriebe interessanter zu machen, reservieren das AMS Freistadt einen großen Teil seines Förderbudgets für Betriebe, die über 55-jährige Arbeitslose einstellen.
Am meisten gesucht werden derzeit Fachkräfte in technischen Berufen (79), in den Metall- und Elektroberufen (52), in den Fremdenverkehrsberufen (50) und in den Gesundheitsberufen (45).
Lehrstellenmarkt
Den insgesamt 209 offenen Lehrstellen (57 davon sofort verfügbar) stehen Ende Jänner 191 Lehrstellensuchende (20 davon sofort verfügbar) gegenüber. Die meisten offenen Lehrstellen gibt es in den Fremdenverkehrsberufen (24), bei den Tischlern (22), im Handel (19) und in den KFZ Betrieben (11).
„Da schon jetzt ein Lehrlingsmangel im Bezirk besteht , ersuche ich alle Jugendlichen und auch ihre Eltern, erst das Angebot im Bezirk, quasi vor der Haustür, anzusehen, bevor ein Lehrplatz außerhalb des Bezirks ins Auge gefasst wird“, sagt Rudlstorfer.


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