Schließung der tschechischen Grenze auch für Pendler: „Zusätzlicher Schlag für Unternehmen“

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 25.03.2020 14:27 Uhr

BEZIRK FREISTADT. Die Schließung der Grenze zu Tschechien am 26. März stellt regionale Unternehmen vor weitere Herausforderungen. 

Die tschechische Regierung hat angekündigt am 26. März um 0 Uhr die Grenze zu schließen. In Österreich arbeiten zirka 12.000 tschechische Mitarbeiter, einige davon auch im Bezirk Freistadt. „Viele arbeiten in der Gastronomie und Hotellerie, die bereits geschlossen sind. Aber auch produzierende Betriebe von Nahrungsmittel, Holz, Metall und der Handel und Transporte sind betroffen“, sagt Dietmar Wolfsegger, Geschäftsführer der Wirtschaftskammer Freistadt. „Für diese Betriebe ist die Schließung der Grenze ein zusätzlicher Schlag. Diese Maßnahme lässt wenig Solidarität erkennen. Hier müsste man innerhalb von Europa gemeinsam nach Lösungen suchen.“

Wenig Zeit für Unternehmen

„Die Unternehmer müssen jetzt innerhalb von ein bis zwei Tagen Quartiere für ihre Mitarbeiter suchen und überlegen wie sie vorgehen. Manche Mitarbeiter wollen auch gar nicht so lange hier bleiben, weil sie Familie zuhause haben.“ Für manche Unternehmen wäre die Kurzarbeit eine Möglichkeit. „Da diese auf den 1. März rückdatiert werden kann, wären dann bei einigen Mitarbeitern die erforderlichen Arbeitsstunden für die drei Monate bereits erreicht“, erklärt Wolfsegger. „Wobei hier auch die Vorlaufzeit und die Vorfinanzierung bedacht werden müssen, bis das Geld vom Arbeitsmarktservice kommt.“

Dankbarkeit und Regionalität

Generell sieht Wolfsegger die Kurzarbeit als Riesenhilfe für Unternehmen. „Wir erfahren auch gerade sehr viel Dankbarkeit, die Unternehmer sind verständnisvoll und sehen, dass wir gerade in einer Ausnahmesituation leben.“ Auch die Lieferservice-Homepage der Wirtschaftskammer für regionale Lieferanten wird gut genutzt. „In Oberösterreich werden täglich bis zu 30.000 Zugriffe gezählt.“ Infos: www.lieferserviceregional.at

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