Klimafitte Wälder: ein Baum für jedes Baby in Freistadt
FREISTADT. 93 Babys mit Wohnsitz in Freistadt sind im Jahr 2019 zur Welt gekommen. Für jedes Neugeborene ließ Bürgermeisterin Elisabeth Teufer einen Baum pflanzen.

„Wir pflanzen Bäume für unsere Kinder, damit sie fest mit ihrer Stadt verwurzelt bleiben, wo auch immer sie das Leben hinträgt. Unsere Wälder sind wertvolle Klimaschützer und wichtige Erholungsgebiete. Sie sind ein großer Schatz, den es zu bewahren und pflegen gilt.“ Der Jahrgang 2019 wurde in der Bockau aufgeforstet. Mit den 93 Weißtannen wünscht die Stadt den Kindern symbolisch alles Gute für ihre Zukunft.
235 Hektar Wald
Das Waldgebiet der Stadtgemeinde Freistadt umfasst rund 235 Hektar. Die größten Revierteile sind die Zelletau (126 Hektar), die Bockau (86 Hektar), das Hammerleiten-Thurytal (35 Hektar) und der Steinkellnerwald (10 Hektar).
„In den vergangenen 20 Jahren hat sich viel verändert. Wir haben unsere Wälder klimafit gemacht, indem wir großflächig Fichtenmonokulturen in artenreiche Laub-Nadelholzwälder umgewandelt haben“, erklärt der Freistädter Stadtförster Martin Speta.
Die klimafitten Wälder bestehen überwiegend aus Buchen, Eichen, Lärchen, Wildkirschen und Tannen. Auch die Anforderungen an den Freistädter Stadtwald hätten sich in den letzten Jahren stark geändert, so der Förster weiter. Während der Wald früher in erster Linie als lukrative Einnahmequelle betrachtet wurde, wird er heute als Erholungsgebiet sehr geschätzt und als wichtiger Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanzenwelt sowie Klimaausgleicher, Luftreiniger und Wasserspeicher wahrgenommen.
Bewirtschaftung und Lebenskreislauf
Damit der Wald diese vielfältigen Leistungen erbringen kann, muss er bewirtschaftet werden. Dies geschieht durch eine bäuerliche Familie aus Lasberg, die den Waldbestand mit viel Umsicht und Sachverstand pflegt, indem sie die von Forstschädlingen wie Borkenkäfern oder Pilzen befallenen Bäume rasch entfernt, junge Bäume pflanzt und ihnen dabei hilft, dass sie ordnungsgemäß aufwachsen können. Es gehört außerdem zu ihren Aufgaben, reife und gesunde Bäume nach einem nachhaltigen Plan zu entnehmen, damit der Kreislauf von vorne beginnen kann.
Der jährliche natürliche Holzzuwachs im Freistädter Stadtwald beträgt ca. 1.900 Festmeter, die durchschnittliche jährliche Nutzung ca. 1.300 Festmeter. 65 Dachstühle für Einfamilienhäuser könnte man daraus fertigen. Die Stadtgemeinde verkauft ihr Holz regional.


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