Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt liegt bei fünf Prozent
BEZIRK FREISTADT. Ende Dezember liegt die Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt bei fünf Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte gegenüber Dezember 2019). Das ist hinter den Bezirken Eferding und Rohrbach der drittniedrigste Wert aller oberösterreichischen Bezirke. Nicht zuletzt auf Grund der saisonbedingten Freistellungen im Bau- und Baunebengewerbe steigt die Zahl der Arbeitsuchenden auf insgesamt 1494 Personen (600 Frauen/894 Männer).

“Sowohl beim Anstieg der Gesamtzahl an Arbeitslosen, als auch der von Jugendlichen und Älteren liegt der Bezirk Freistadt bei weitem besser als der OÖ-Schnitt“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer.
Während in Oberösterreich die Zahl der arbeitslosen Personen um 20,2 Prozent ansteigt, liegt diese Anstieg in Freistadt nur bei 12,2 Prozent. Bei den Jugendlichen gibt es ein Verhältnis von plus 10,5 Prozent in OÖ zu plus 7,7 Prozent in Freistadt. Bei den über 50-Jährigen gar 20,8 Prozent zu 10,3 Prozent.
„Dass es sich auszahlt, sich auch in diesen Zeiten laufend zu bewerben bzw. nach einem neuen Job umzusehen, beweisen die 100 Arbeitsuchenden, die im Dezember wieder einen neuen Job gefunden haben“, sagt der Freistäter AMS Chef.
Arbeitskräftebedarf
Auch in diesen Zeiten gibt es eine gewisse Dynamik auf den Arbeitsmarkt, die Arbeitsuchenden so manche Chance eröffnen“, so Rudlstorfer. So sind beim AMS Ende November 287 offene Stellen in den Freistädter Unternehmen gemeldet. Am meisten gesucht werden Arbeitskräfte in den Metall- und Elektroberufen (57), in den technischen Berufen (50) und im Handel (34).
Trotz des steigenden Angebots an arbeitslosen Personen ist es für Unternehmen weiterhin nicht einfach, passende Mitarbeiter zu finden. Das Angebot an offenen Stellen bzw. das dazu gehörige Anforderungsprofil passen oft nicht zu den Fähigkeiten der arbeitsuchenden Personen.
175 offene Lehrstellen
„Betriebe, die arbeitsuchende Personen auf ihre individuellen Bedürfnisse hin ausbilden wollen, unterstützen wir im Rahmen der arbeitsplatznahen Qualifizierung mit der Übernahme der Kosten für die Deckung des Lebensunterhaltes des Auszubildenden. Es fallen also in der Ausbildungszeit Zeit keine Lohnkosten an“, sagt der Freistädter AMS Chef.
Beim AMS Freistadt sind Ende November 175 offene Lehrstellen gemeldet. 37 davon sind sofort verfügbar. Die restlichen 138 Lehrstellen stehen bereits jetzt für die Schulabgänger des kommenden Sommers zum Bewerben bereit. „Jugendlichen, die heuer die Pflichtschule abschließen und im Anschluss daran einen Lehrplatz suchen und noch nicht zur Lehrstellensuche bei uns angemeldet sind, sollten das ehest möglich machen, da, wie das große Angebot an offenen Lehrstellen zeigt, die Betriebe längst mit der Suche ihrer zukünftigen Fachkräfte, begonnen haben“, sagt Rudlstorfer.
Kurzarbeit
Für die Phase 3 der Kurzarbeit, die seit 1. Oktober 2020 beantragt werden kann, wurden bis jetzt 306 Unterstützungsanträge beim AMS Freistadt eingebracht. Betroffen sind ca. 2.000 Personen, für die eine Unterstützung in der Höhe von 14,9 Millionen Euro beantragt wird. „Die meisten Anträge kommen, auf Grund des neuerlichen Lockdowns, hauptsächlich von Gastgewerbe- und Handelsbetrieben“, weiß Rudlstorfer.
Arbeitslosmeldung während der Corona-Pandemie
Da auf Grund der Corona Regeln Kunden nur eingeschränkt das AMS betreten dürfen, ersucht das AMS, sich per Mail oder Internet arbeitslos zu melden. Der Antrag auf Arbeitslosengeld wird dann vom AMS zugeschickt und kann in der Folge auch wieder postalisch beim AMS Freistadt eingebracht werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden