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Tragweiner als Projektpartner: Auf der Suche nach einer wirklich umweltfreundlichen Verpackung

Mag. Susanne Überegger, 11.01.2021 07:44

TRAGWEIN. Das Kooperationsprojekt „ÖkoVerpackt“ widmet sich der Frage, welche Lebensmittelverpackung wirklich umweltfreundlich ist. Zu den Projektpartnern zählt auch die Pankrazhofer GmbH aus Tragwein.

„Ist Glas für unseren Senf die nachhaltigste mögliche Verpackung?“, fragen sich Eva und Norbert Eder aus Tragwein. Foto: Pia Paulinec

Ein neues bundesländerübergreifendes Kooperationsprojekt im Lebensmittel-Cluster will eine ökologische Lebensmittelverpackung entwickeln, die außer der Wiederverwertbarkeit alle relevanten Faktoren berücksichtigt und die Lebensmittel optimal schützt. Das Ziel ist, derzeitige Verpackungen durch ökodesigngerechte Verpackungslösungen zu ersetzen.

Ökologischste Verpackung gesucht

Im Gegensatz zum aktuellen Trend, der ausschließlich auf die Rezyklierbarkeit setzt, liegt bei „ÖkoVerpackt“ der Fokus auf der ökologischsten Verpackung. Eine Verpackung, die optimal rezyklierbar ist, garantiert nämlich nicht zwangsläufig idealen Produktschutz.

„Rezyklierbar bedeutet per se noch nicht nachhaltig“

Nachdem die Verpackung nur etwa 3 bis 3,5 Prozent zur Gesamt-Ökobilanz des verpackten Produkts beisteuert, sind auch Faktoren wie Haltbarkeit, Produktschutz, Transportkosten und so weiter bedeutend. „Diese wirken sich oft sogar deutlicher auf die Gesamtökobilanz aus. Rezyklierbar bedeutet außerdem per se noch nicht nachhaltig“, betont Daniel Rogl, Projektmanager im Lebensmittel-Cluster.

Pankrazhofer: „Gibt es alternative Vepackungen für unseren Senf?“ 

Die Pankrazhofer GmbH aus Tragwein produziert neben Most und Säften auch Senf in Bio-Qualität. Letzterer wird im Glas verkauft. „Allerdings wäre es für uns sehr interessant zu wissen, ob diese Verpackungsart auch wirklich die nachhaltigste Möglichkeit bietet oder ob es Alternativen gibt, die geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben. Durch die wissenschaftliche Unterstützung des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik kann diese Fragestellung für uns ideal herausgearbeitet und beantwortet werden“, betonen die Landwirte und Unternehmer Eva und Norbert Eder.


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