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BEZIRK FREISTADT. „In den vergangenen zehn besonderen Monaten hat sich deutlich gezeigt, dass die gesamte regionale Wirtschaft an einem Strang zieht, Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben echt guten Zusammenhalt bewiesen“, ist Christian Naderer, Obmann der WKO Freistadt, erfreut.

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich, wie es um das Betriebsklima in Unternehmen bestellt ist. In Kurzarbeit wurde im Bezirk weniger als im OÖ-Durchschnitt gearbeitet. Foto: Alexander Limbach/Shutterstock.com

„Die WKO Freistadt dankt den regionalen Unternehmern. Unser Dank gilt auch den Beschäftigten für ihren Einsatz, die Flexibilität, für Verständnis für betriebliche Zwänge, fürs Zusammenstehen. So leisten auch sie einen wichtigen Beitrag in der Region, die Krise möglichst schnell überwinden zu können und eine größere gesellschaftliche Krise zu verhindern“, so Naderer, und er führt weiter aus: Kurzarbeit haben weniger Unternehmen und auch kürzer in Anspruch genommen als im OÖ-Durchschnitt.

Persönliche Beziehungen zu Mitarbeitern

Regionale Arbeitgeber sind durchwegs Familienunternehmen, haben persönlichen Beziehungen zu ihren Mitarbeitern. Sie tauchen Krisen leichter durch als große Betriebe, wo mehr Anonymität gilt. Kleinere Unternehmen sind flexibler, können schneller auf Änderungen des Umfelds reagieren. Im Bezirk Freistadt gab es jüngst nur wenige Kündigungen. Das zeigt sich vor allem auch in der sehr niedrigen Arbeitslosigkeit: Die durchschnittliche Arbeitslosenquote 2020 war mit 4,3 Prozent die drittniedrigste in ganz Österreich. Vergleichsweise dazu lag sie in Oberösterreich bei 6,5 Prozent und in Österreich gesamt bei 9,9 Prozent. Dass die Arbeitgeber ganz besonders auf ihre Arbeitnehmer schauen, sei auch daran ablesbar, dass Löhne und Gehälter selbst in Zeiten sehr angespannter Liquidität anstandslos ausbezahlt werden.

Löhne und Gehälter überwiegend ordnungsgemäß augezahlt

Wenn die Arbeiterkammer in ihrer 2020er-Bilanz vorrechnet, dass 175.004 Euro arbeitsgerichtlich ,erkämpft“ werden mussten, so sind das nicht einmal ein halbes Promille der Lohn- und Gehaltssummen. Im Umkehrschluss heißt das: Die Unternehmen haben über 99,95 Prozent der Löhne und Gehälter ordnungsgemäß ausgezahlt. Die Mitarbeiter genießen also bei den Arbeitgebern ganz hohe Priorität, man schaut auf sie, auch in härteren Zeiten“, sagt Dietmar Wolfsegger, Leiter der WKO Freistadt.

Fachkräfte noch immer gesucht

Trotz Covid-Krise suchen aktuell viele Unternehmen Lehrlinge und Fachkräfte „Noch immer sind die regionalen Arbeitgeber zu wenig in den Köpfen der Mühlviertler bekannt bzw. verankert vor allem bei den Auspendlern. Mit meinjob-freistadt.at bietet die WKO Freistadt attraktiven Arbeitgeberbetrieben eine Bühne, sich zu präsentieren“, ergänzt Naderer.


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