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Online Redaktion, 27.02.2021 07:55

PREGARTEN. Treue zum regionalen Händler sehen die Kaufleute im Raum Pregarten-Wartberg-Hagenberg als einen klaren Gegentrend zum Einkauf im Internet. Zum Jahresende waren Aisttaler-Gutscheinmünzen im Wert von 180.000 Euro im Umlauf, vor kurzem wurden die Gewinner des Weihnachtsgewinnspiels ermittelt. 

Die drei Gewinnerinnen Roswitha Aistleitner, Birgit Bachmaier und Elfriede Eibensteiner (v.l.n.r.) Foto: Aisttal Kaufleute

„Uns regionale Unternehmen freut es sehr, dass uns gerade auch in Pandemiezeiten so viele Konsumenten treu geblieben sind. Oft sind wir sogar von Kunden angesprochen worden, dass sie jetzt noch bewusster regional einkaufen“, zieht die Obfrau der Aisttaler Kaufleute, Birgit Singer, eine Zwischenbilanz. Trotz der verkürzten Weihnachtseinkaufzeit zwischen den Lockdowns im Dezember konnten die Kaufleute 885 Gewinnscheine zum beliebten Aisttaler-Weihnachtsgewinnspiel einsammeln und die drei Gewinne jetzt an die Preisträger aushändigen.

„Der Online-Einkauf hat in Lockdown-Zeiten zugelegt. Dazu gibt es aber den klaren Gegentrend: Treue zum regionalen stationären Händler. Sobald die Geschäfte offen hielten, wurden sie von Konsumenten stark frequentiert. Und auch auf die beliebte Aisttaler-Gutscheinmünze wurde noch häufiger zugegriffen als in den Vorjahren“, resümiert Birgit Singer. Zum Jahresende waren somit Aisttaler im Wert von knapp 180.000 Euro im Umlauf.

Die drei Gewinnerinnen 

Der Vorstand der Aisttaler Kaufleute ermittelte nun die Gewinner des Weihnachtsgewinnspiels und überreichte die Preise Birgit Bachmaier aus Gutau, Roswitha Aistleitner aus Pregarten und Elfriede Eibensteiner, ebenfalls aus Pregarten. Der Vereinsvorstand gratulierte den Gewinnern nicht nur zu den Preisen, sondern auch für den Weitblick, regional einzukaufen.

Neue Parkregelung in Pregarten findet Anklang

Die neue Parkregelung im Zentrum Pregarten hat sich offenkundig schon eingespielt und bewährt, auch aus Sicht der Aisttaler Kaufleute. Seit Dezember werden die Kurzparkzonen im Ortszentrum Pregarten konsequent überwacht, seit Jahresbeginn stellt ein Wachtdienstmitarbeiter nun auch Strafmandate aus. Das sichert jetzt schon merklich einen häufigeren Stellplatzwechsel. Dauerparker verstellen nicht länger Parkflächen, die Konsumenten benötigen. Birgit Singer freut sich: „Wir können jetzt praktisch jedem Kaufwilligen im Zentrum Pregarten einen kostenlosen Parkplatz garantieren.“

Weihnachtsgeschäft mit „tiefblauem Auge davongekommen“

Das Weihnachtsgeschäft gilt als „5. Quartal“ für den Einzelhandel und es entscheidet darüber, ob das Geschäftsjahr erfolgreich endet oder nicht. Dietmar Wolfsegger, Leiter der WKO Freistadt: „Angesichts der Einkaufsbeschränkungen durch COVID-Maßnahmen ist beim Weihnachtsgeschäft 2020 der regionale Handel quer durch alle Sortimente noch mit einem tiefblauen Auge davongekommen.“

Die Rückgänge gegenüber dem Vorjahr dürften im niedrigen zweistelligen Prozent-Bereich liegen. Mit Abholservices und Lieferdiensten konnten stationäre Händler die Einbrüche noch merklich reduzieren. Die WKO Freistadt lieferte dazu mit der Plattform lieferserviceregional.at/freistadt eine wertvolle Hilfe.

Onlinehandel als zweites Standbein 

Dietmar Wolfsegger: „Für viele stationäre Händler zeigte sich, dass Sie auf den Online-Handel als zweites Standbein nicht verzichten können. Etliche haben sich durch COVID notgedrungen erstmals auch mit Onlinegeschäften befasst und Webshops eingerichtet. Die Zweigleisigkeit bedeutet zwar Zusatzaufwand, der sich nicht sofort lohnt, wohl aber mittelfristig den Erfolg sichern wird. Patentrezept gibt es keines für den Handel. Jeder Händler muss selbst genau analysieren, wie er erfolgreich bleiben kann.“

 


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