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BEZIRK FREISTADT. Ende März 2019 waren 1.029 Personen arbeitslos gemeldet, Ende März diesen Jahres sind es 999. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnet das AMS Freistadt einen Rückgang um 43 Prozent.

AMS-Leiter Alois Rudlstorfer Foto: AMS
AMS-Leiter Alois Rudlstorfer Foto: AMS

„Klar war, dass im Vergleich zum März 2020 die Arbeitslosenzahlen stark sinken würden. Dass sie aber auch unter denen des März 2019, als die (Arbeits-) Welt quasi noch in Ordnung war, liegen, ist schon sehr beachtlich“ sagt AMS Freistadt-Leiter Alois Rudlstorfer.

Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt stark

Die einzige Personengruppe bei denen die Zahlen auch in Freistadt massiv ansteigen ist die der Langzeitarbeitslosen. Diese liegen Ende März fast 50 Prozent über dem Wert des Vorjahres. 353 der insgesamt 999 Arbeitsuchenden gehören inzwischen zu dieser Personengruppe. Das heißt, dass fast jeder dritte Arbeitsuchende in Freistadt bereits länger als 365 Tage auf Arbeitsuche ist.

„Um diesem Trend entgegen zu wirken, gibt es ab sofort ein attraktives Unterstützungsangebot für Unternehmen und Gemeinden, die Arbeitsuchende dieser Gruppe einstellen“, sagt Rudlstorfer. Das AMS übernimmt in diesen Fällen in den ersten beiden Monaten 100 Prozent und danach für weitere zehn Monate 66,7 Prozent der Lohn- und Lohnnebenkosten. „Ich denke, damit können wir viele Unternehmen und Gemeinden dazu animieren, Personen, die schon länger keinen Job gefunden haben, eine neue Chance zu geben“, sagt Rudlstorfer. 

Arbeitslosmeldung während der Corona Pandemie

Da auf Grund der Corona Regeln Kunden nach wie vor nur eingeschränkt das AMS betreten können, ersucht sie das AMS, sich per Mail oder Internet arbeitslos zu melden. Der Antrag auf Arbeitslosengeld wird dann vom AMS zugeschickt und kann in der Folge auch wieder postalisch beim AMS Freistadt eingebracht werden.

Fachkräftemangel

Die Arbeitslosenzahlen sinken unter den Wert des Februar 2019 und der Fachkräftemangel macht sich wieder deutlicher bemerkbar. Den 999 Arbeitsuchenden Personen stehen insgesamt 406 offene Stellen gegenüber. „Da aus Erfahrung nur relativ wenige Arbeitsuchende in den Bezirk einpendeln, um eine neue Beschäftigung auf zu nehmen, ist es wichtig, das Potential im Bezirk optimal aus zu schöpfen“, sagt der Freistädter AMS Chef.

Bei diesen Überlegungen sollten laut Rudlstorfer auch Problemgruppen, wie Langzeitarbeitslose, Ältere und Personen mit gesundheitlichen Problemen eine gewisse Rolle spielen. Unternehmen, die Personen dieser Gruppen einstellen, unterstützt das AMS mit einem zeitlich befristeten Lohnkostenzuschuss. Am dringendsten gesucht werden derzeit Arbeitskräfte in den Metall- und Elektroberufen (73), in den Bauberufen (67), Techniker (51), Mitarbeiter im Handel (46), in den Büroberufen (33) und in den Gesundheitsberufen (27).

169 freie Lehrstellen

Für Lehrstellensuchende steht weiterhin ein breites Angebot bereit. Die Unternehmen suchen für insgesamt 169 Ausbildungsplätze geeignete Lehrlinge. Die meisten offenen Lehrstellen gibt es in den Bauberufen (42), im Handel (37), in den Fremdenverkehrsberufen (27), in den Metall- und Elektroberufen (20) und in den holzverarbeitenden Berufen (20).Diesen 169 offenen Lehrstellen stehen lediglich 89 Lehrstellensuchende gegenüber.

Kurzarbeit

Für die Phase 3 der Kurzarbeit (1.10.2020 bis 31.3.2021) wurden von 318 Betrieben insgesamt 410 Unterstützungsanträge beim AMS Freistadt eingebracht. Betroffen sind ca. 2.600 Personen, für die eine Unterstützung in der Höhe von zirka 16,6 Millionen beantragt wird.


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