Die Wirtschaft wird weiblicher - immer mehr Unternehmerinnen in Oberösterreich

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Alexandra Mittermayr Tips Redaktion Online Redaktion 05.10.2021 18:04 Uhr

OÖ. Nur mehr knapp unter der Hälfte liegt der Frauenanteil bei den Mitgliedern der Wirtschaftskammer OÖ (WKOÖ). Frauen gründen ihre Unternehmen vorwiegend im Dienstleistungsbereich und als Ein-Personen-Unternehmen. Ein Motiv neben Geld und Flexibilität ist das Finden einer persönlichen Nische.

Die Teilnahme von mehr Frauen in Entscheidungsprozessen hat positive Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Österreich. Die von Frauen dominierten Berufsfelder – unter anderem der Gesundheits- und Bildungsbereich – sind gleichzeitig die Branchen mit dem stärksten Wachstum. Die zunehmende Digitalisierung trägt ebenfalls zu besseren Karrierechancen für Frauen bei. Nachholbedarf für Gründerinnen gibt es in handwerklichen Berufen, in der Produktion oder in technischen Bereichen.

Positive Entwicklung

Vergleicht man den heutigen Status der Frau mit dem vor 100 Jahren, so ist ein gravierender Unterschied zu sehen: Früher zweifelte man an der Intelligenz von Frauen, auch das Wahlrecht wurde ihnen lange nicht zuerkannt, sie gehörten an den Herd und waren angeblich für die knallharte Privatwirtschaft zu zart besaitet. Heute werden viele erfolgreiche Unternehmen nachhaltig und zukunftsorientiert von Frauen geführt. Geht man nach der Anzahl der aktiven Kammermitglieder in OÖ, steuern Frauen auf die 50 Prozent zu. In den Bezirken Urfahr-Umgebung und in der Stadt Steyr haben die Frauen schon die Nase vorne, im Bezirk Perg sind die 50 Prozent per Ende Juni erreicht worden.

Bildung als Schlüssel

WKOÖ-Vizepräsidentin Margit Angerlehner sieht einen wichtigen Faktor bei der frühen Bildung von jungen Frauen – gerade wenn es darum geht, den Unternehmergeist zu wecken und das Unternehmertum von Frauen zu fördern: „Vor allem, wenn man damit noch nicht in Berührung gekommen ist, nimmt man das nicht als Ziel oder Chance wahr. Daher fordern wir, das Unternehmertum sowie grundlegendes Wirtschafts- und Finanzverständnis in die Lehr- und Ausbildungspläne zu integrieren, um bereits im jungen Alter einen Fokus auf die Selbständigkeit zu setzen“, plädiert Angerlehner: „Unternehmerische Bildung macht aus Schülerinnen und Schülern verantwortungsbewusste und unternehmerische Menschen. Unternehmerische Bildung hilft dabei, die notwendigen Fähigkeiten und Einstellungen zu erwerben, um Ziele zu erreichen.“

Gründliche Vorbereitung

Auf Nachfrage von Tips bei Experten, wo sich Unternehmerinnen bei der Gründung eines Unternehmens Unterstützung holen können, wird neben dem Netzwerk „Frau in der Wirtschaft“ und dem Gründerservice der Wirtschaftskammer ein Gespräch mit der Hausbank empfohlen. Thomas Neidl, Firmenkundenbetreuer der VKB in Linz, weiß aus Erfahrung: „Vor allem das persönliche und ehrliche Gespräch schätzen Gründerinnen und Unternehmerinnen sehr.“

Als Motiv für die Unternehmensgründung nennen Frauen neben der flexiblen Arbeitseinteilung und einem höheren Einkommen auch die Möglichkeit, sich in einer Nische zu beweisen. Viele Gründerinnen nutzen ihre Hobbys und Leidenschaften und starten als Ein-Personen-Unternehmen in ihre Selbständigkeit.

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