„Mühlviertler Alm könnte werden, was heute die Malediven für Badeurlauber sind“

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Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 26.11.2021 17:30 Uhr

MÖNCHDORF. Eine gute Saison ist Ende Oktober für die 14 Gemeinden des Pferdereichs Mühlviertler Alm zu Ende gegangen. Rund 15.000 Nächte haben Reitgäste heuer wieder in der Region verbracht. Das bedeutet rund zwei Millionen Euro Wertschöpfung allein im Jahr 2021 für die Region.

Gemeinsam mit Betrieben und privaten Pferdebesitzern haben die Reitgäste (vornehmlich aus Österreich, Deutschland und der Schweiz) nicht nur die regionale Wirtschaft belebt, sondern 2021 auch rund 10.000 Euro für die Benützung der Reitwege hereingespült. Pferdebetriebe zahlen pro Betriebspferd 50 Euro im Jahr, private Pferdebesitzer 25 Euro und Gäste pro Reittag zwei Euro, für drei Tage fünf und für sieben zehn Euro. Nachhaltig und sanft „Aktuell haben wir rund 74.000 Euro für die Instandhaltung der Reitwege angespart“, berichtet der Mönchdorfer Markus Danninger, Obmann des Reitverbands Mühlviertler Alm. Insgesamt haben Reiter und Betriebe in den vergangenen 30 Jahren durch ihre sanfte, sehr nachhaltige und umweltfreundliche Form des Tourismus die Reitwege-Erhaltung mit bemerkenswerten 250.000 Euro mitfinanziert. „Das entlastet die Gemeindekassen, denn die Beitragsgemeinschaft zur Erhaltung des Reitwegenetzes steuert je nach Anteil am Wegenetz einen Teil der Instandhaltungskosten für die Reitwege bei“, sagt Danninger.

Radler und Wanderer kostenlos unterwegs

Einen Gutteil des rund 700 Kilometer langen Reitwegenetzes benützen auch Wanderer und Mountainbiker. „Sie sind allerdings kostenlos auf den Wegen unterwegs“, wünscht sich der Obmann mehr Wertschätzung in der Region für den Beitrag der Reiter – und auch für die Arbeit der Reitwege-Verantwortlichen, die mit vielen Helfern in jeder Gemeinde dafür sorgen, dass die Wege intakt bleiben, ebenso wie der gute Ruf des Pferdereichs. „Wir sind mit unserem größten zusammenhängenden Reitwegenetz und 53 Pferdetourismus-Betrieben noch immer europaweit, wenn nicht weltweit, führend; dieser Stellenwert ist vielen in der Region gar nicht bewusst“, so Danninger. Trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie sieht er für die Naturlandschaft der Mühlviertler Alm eine glänzende Zukunft voraus, auch wegen des anhaltenden E-Bike-Booms: „Wir können werden, was die Malediven heute für Badeurlauber sind.“

Das Pferdereich Mühlviertler Alm umfassst die zehn Gemeinden der Mühlviertler Alm sowie Tragwein, Gutau, Altmelon und Pabneukirchen. Das rund 700 Kilometer lange, zusammenhängende Reitwegenetz verläuft großteils auf öffentlichen Wegen mit geringem Asphaltanteil. Private Grundbesitzer gestatten mittels Vertrag die Wegebenützung und werden dadurch aus der Haftung genommen. Die sehr fleißigen Reitwegeverantwortlichen aus allen Gemeinden sind ehrenamtlich tätig. Als Dankeschön werden sie einmal pro Jahr zu einem gemeinsamen Essen eingeladen.

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