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BEZIRK FREISTADT. Noch nicht angekommen sind beim AMS Freistadt die erwarteten bzw. befürchteten Auswirkungen des neuerlichen Lockdowns. „Der Arbeitskräftebedarf der Unternehmen ist weiterhin ungebrochen und die Arbeitslosenzahlen liegen weiterhin unter dem Novemberwert von 2019, als von Corona noch keine Rede war“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer.

Das AMS Freistadt setzt alles daran, den Jugendlichen Lehrplätze im Bezirk Freistadt, quasi vor der Haustür, schmackhaft zu machen. (Foto: True Touch Lifestyle/Shutterstock)

Im November meldeten sich 328 Personen arbeitslos. Das entspricht laut Rudlstorfer dem in diesem Monat üblichen Zugang an Arbeitslosen. Gleichzeitig konnten 239 Personen ihre Arbeitslosigkeit wieder beenden. Da es für Unternehmen weiterhin extrem schwierig ist, passende Arbeitskräfte zu finden, setzt das AMS auch in Zukunft auf Anreize für Unternehmen, die auf den ersten Blick nicht hunderprozentig passenden Arbeitsuchenden die Chance auf einen Arbeitsplatz geben. Das AMS übernimmt in solchen Fällen, am Beginn der Beschäftigung, bis zu hundet Prozent der Lohn- und Lohnnebenkosten. Unternehmen, die Mitarbeiter auf ihre Bedürfnisse hin direkt am Arbeitsplatz ausbilden, unterstützt das AMS im Rahmen des Programms „Arbeitsplatznahe Qualifizierung (AQUA). „Da übernehmen wir, für die Dauer der Ausbildung, die Kosten für den Lebensunterhalt der zukünftigen Arbeitskraft. Das Unternehmen finanziert die Kosten der Ausbildung“, sagt Rudlstorfer

 Technische Fachkräfte am meisten gesucht

Die Freistädter Unternehmen suchen derzeit über das AMS 605 Mitarbeiter in verschiedenen Berufen. Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in technischen Berufen (92), in den Metall- und Elektroberufen (63), im Handel (57), in den Bauberufen (55) und in den Büroberufen (54). Den 67 sofort besetzbaren offenen Lehrstellen stehen Ende November lediglich 14 Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen, gegenüber. Bereits jetzt sind 157 Jugendliche, die im kommenden Sommer die Schlupflicht beenden und dann einen Lehre beginnen möchten, beim AMS zur Lehrstellensuche angemeldet. Für sie stehen schon jetzt 161 Lehrstellen in den Betrieben des Bezirks zum Bewerben bereit.

Lehrplatz vor der Haustür schmackhaft machen

„Wir setzen alles daran, den Jugendlichen Lehrstellen bei Unternehmen im Bezirk zu vermitteln bzw. ihnen die Vorzüge eines Lehrplatzes quasi direkt vor der Haustür schmackhaft zu machen“, sagt Rudlstorfer und schließt gleich noch einen Appell an: „Jugendliche, die derzeit eine weiterführende Schule besuchen und überlegen, eine Lehrausbildung zu starten, sollten das jetzt tun, denn derzeit stehen die Chancen, den Wunschlehrplatz in der Region zu bekommen, so gut wie nie“, sagt der Freistädter AMS-Chef. Die meisten offenen Lehrstellen gibt es im Handel (46), in den Metall- und Elektroberufen (45), in den Bauberufen (45), in den Fremdenverkehrsberufen (39), und in den holzverarbeitenden Berufen (20). Die Lehrausbildung von beim AMS vorgemerkten Jugendlichen mit Vermittlungseinschränkungen unterstützt das AMS mit 400,- Euro monatlich. Unternehmen, die über 18-Jährigen ohne Lehrabschluss eine Lehrausbildung ermöglichen, können sogar bis zu 900 Euro monatlich als Förderung erhalten. Wichtig ist, wie bei allen Förderungen des AMS, eine Kontaktaufnahme mit dem AMS bevor das Lehrverhältnis beginnt.

 


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