Vorsorge ist besser als Nachsorge: Gemeinde Kefermarkt ist oberösterreichweit Vorreiter beim Naturgefahrencheck

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Mag. Susanne Überegger Tips Redaktion Online Redaktion 19.01.2022 08:57 Uhr

FREISTADT. Als erste Gemeinde in Oberösterreich lud die Gemeinde Kefermarkt kürzlich gemeinsam mit dem Energiebezirk Freistadt zum Naturgefahrencheck ein. Vertreter der Einsatzorganisationen und der lokalen Politik arbeiteten gemeinsam mit Experten an der Naturgefahrenvorsorge.

Fast jede Gemeinde in Österreich ist von irgendeiner Art von Naturgefahr bedroht. Seien es hydrologische Naturgefahren (wie Hochwasser oder Starkregen), gravitative Naturgefahren (etwa Rutschungen) oder auch klimabedingte Naturgefahren (Hitze, Trockenheit, Sturm, Hagel) - sie setzen den Gemeinden stark zu. Der Klimawandel verstärkt die Betroffenheit und das Gefährdungspotenzial enorm. „Die Trockenperioden werden länger, die Anzahl an Starkregenereignissen nimmt zu und die Intensität der Gewitter steigt.  Um für diese veränderten Klima- und Katastrophenszenarien gewappnet sind sein, stellen die Naturgefahrenvorsorge und die Klimawandelanpassung notwendige Maßnahmen für jede Gemeinde dar. Der Naturgefahrencheck stellt hierfür ein optimales Instrument dar“, so KLAR!-Managerin Sonja Hackl. 

Vorbereitung für den Katastrophenfall

Die Methode des Naturgefahrenchecks wird seit Anfang 2020 in ganz Österreich für Gemeinden angeboten und nun auch erstmals in Oberösterreich durchgeführt. Ziel ist die Stärkung des Risikobewusstseins und der Vorsorgekapazität der Gemeinde. Dafür werden gemeinsam mit Experten bestehende Vorsorgepotenziale sowie Handlungsbedarf in den vier Bereichen Flächenwirksame Vorsorge, Bauvorsorge, Verhaltenswirksame Vorsorge und Risikovorsorge identifiziert, um für den Katastrophenfall und die Herausforderungen des Klimawandels noch besser vorbereitet zu sein.

Kefermarkt als zweifache Pilotgemeinde

„Wir spüren die Klimaänderungen täglich, weshalb die Vorsorge bzw. Anpassung in allen Bereichen unabdingbar ist. Wir freuen uns sehr, als erste Gemeinde in Oberösterreich den Naturgefahrencheck zu absolvieren und eine Inspiration für weitere Gemeinden darzustellen“, so Bürgermeister Herbert Brandstötter.

Als Pilot in Oberösterreich wurde der Naturgefahrencheck aus Mitteln der Leader-Region Mühlviertler Kernland finanziell unterstützt: „Dass die Natur sich nicht nach unseren Vorstellungen richtet, sondern in der ihr eigenen Gewalt immer öfter nach Raum greift, erleben wir regelmäßig. Es ist wichtig, dass ländliche Regionen sich mit den Naturgefahren auseinandersetzen und – so weit es möglich ist – Vorkehrungen treffen. Deshalb sind wir stolz auf die Gemeinde Kefermarkt, die mit dem Energiebezirk Freistadt den Naturgefahrencheck als Leader-Projekt durchgeführt hat und die gesamte Region an ihren Piloterkenntnissen teilhaben lässt“, sagt Leader-Geschäftsführerin Conny Wernitznig.

Darüber hinaus ist die Gemeinde Kefermarkt Teil eines österreichweiten Forschungsprojektes. Wissenschaftler greifen die Ergebnisse aus dem Naturgefahrencheck auf und leiten daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Gemeinde ab. In einem zweiten Workshop, welcher Anfang Februar stattfindet, werden die Ergebnisse den Vertreter der Gemeinde präsentiert und gemeinsam diskutiert. Dieser Workshop hat in Österreich an diesem Tag Premiere und soll zukünftig im ganzen Land angeboten werden.

 

Der Energiebezirk Freistadt (EBF) ist ein Verein mit 23 Mitgliedsgemeinden. Die Arbeitsschwerpunkte liegen im Klimaschutz, der Klimawandelanpassung, den erneuerbaren Energien und der nachhaltigen Mobilität. Der EBF ist Träger der Programme KEM (Klima- und Energiemodellregion) und KLAR! (Klimawandelanpassungsmodellregion), welche vom Klima- und Energiefonds gefördert werden. Mit dem E-Carsharing „MühlFerdl“ und weiteren nachhaltigen Projekten wirkt die Arbeit über die Regionsgrenzen hinaus.

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