Arbeitsmarkt ist fast leer geschöpft: Chance für ältere Arbeitnehmer
BEZIRK FREISTADT. Die gute wirtschaftliche Situation am Arbeitsmarkt hilft auch den älteren Arbeitssuchenden. Die Zahl der über 50-jährigen Arbeitssuchenden im Bezirk Freistadt sank im Jänner 2022 um ein Viertel. Die Kehrseite der niedrigen Arbeitslosenquote: Unternehmen sind fast schon verzweifelt auf der Suche nach Mitarbeitern und Lehrlingen.

Ende Jänner waren in Freistadt mit 1.231 Personen um 445 bzw. 26,6 Prozent weniger beim AMS Arbeitslos gemeldet, als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitsuchenden sinkt im Jahresvergleich um fast 21 Prozent. Der Arbeitskräftebedarf in den Freistädter Unternehmen ist nach wie vor ungebrochen. 631 Arbeitssuchenden stehen 683 offene Stellen in den Unternehmen des Bezirks gegenüber. Das sind mehr, als doppelt so viele (+355), wie im Jänner 2021.
Techniker besonders gefragt
Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in technischen Berufen, in Metall- und Elektroberufen, im Handel, in den Fremdenverkehrs- und in Büroberufen. „Dass wir derzeit nicht mehr ausschließlich einen Fachkräftemangel erleben, zeigt auch die Suche der Unternehmen nach insgesamt 60 Hilfskräften“ sagt der Freistädter AMS-Chef Alois Rudlstorfer.
Hoher Lehrlingsbedarf
Den 64 sofort besetzbaren offenen Lehrstellen stehen Ende Jänner lediglich 13 Jugendliche, gegenüber, die ab sofort eine Lehrstelle suchen. 159 Jugendliche – die meisten davon beenden die im kommenden Sommer ihre Schulpflicht – sind bereits jetzt beim AMS zur Lehrstellensuche angemeldet. Für sie stehen schon jetzt 234 Lehrstellen in den Unternehmen des Bezirks zum Bewerben bereit.


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