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Neuer Landwirtschaftskammerrat fordert Naturschutz mit Augenmaß

Mag. Claudia Greindl, 20.03.2022 23:19

PIERBACH. Matthias Raab wurde bei der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer OÖ als neuer Landwirtschaftskammer-Rat angelobt. Nachdem der bisherige LK-Rat Christian Dumhard seine Funktionen frühzeitig beendet hatte, konnte diese Position neuerlich mit einem Kandidaten aus dem Bezirk Freistadt besetzt werden.

Bezirksbauernkammer-Obmann Bgm Martin Moser, LK Vizepräsident Karl Grabmayr, LKR Matthias Raab, LK Präsident Franz Waldenberger (v.l.) (Foto: LK OÖ/Stollmayer)

Matthias Raab lebt mit seiner Lebensgefährtin und drei Kindern in Pierbach, wo er auch Bauernbundobmann und Gemeinderat ist. Der 39-Jährige bewirtschaftet einen Betrieb mit Rindermast und Forst. Außerdem ist er als Baggerfahrer selbstständig tätig. In seiner neuen Aufgabe als Interessensvertreter möchte sich Raab der Verbesserung von Rahmenbedingungen für die Bäuerinnen und Bauern sowie dringender Naturschutzthemen widmen: „Die steigende Zahl von Wolfsichtungen und die Überpopulation von Bibern entlang unserer Flüsse und Bäche im Bezirk verlangt dringen nach Lösungen!“

Bezirk in der LWK gut vertreten

Für Bezirksbauernkammerobmann Bgm. Martin Moser ist mit der Nachnominierung von Raab ein wichtiger Schritt gelungen. „Mit Johanna Miesenberger und Matthias Raab sind wir in den Ausschüssen und in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer Oberösterreich bestens vertreten. Gemeinsam transportieren wir die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern des Bezirkes Freistadt zu den Spitzen der Agrarpolitik.“ Der Bezirk Freistadt ist mit 2600 MFA Betrieben einer der Bezirke Oberösterreichs mit den meisten landwirtschaftlichen Betrieben. Besonders intensiv wird derzeit in elf Veranstaltungen zum Thema „Gemeinsame Agrarpolitik 2023“ informiert.

Hoher Preis- und Kostendruck

Die derzeitige Situation einer massiven Preissteigerung bei Futtermitteln, Düngemitteln und Treibstoffen bereiten den Agrarpolitikern die größten Sorgen. Der Krieg in der Ukraine hat die Situation binnen weniger Tage dramatisch verschärft. „Die Landwirte stehen vor dem Frühjahrsanbau und können derzeit aufgrund eines Annahmestopps keinen Diesel für ihre Hoftankstellen bestellen. Die massiven Preissteigerungen werden aber im Verkauf von Fleisch und Milch nicht abgedeckt. Im Gegenteil: Mit seinen Rabatt-Aktionen trägt der Lebensmitteleinzelhandel massiv zur Verschlechterung der Situation bei den Landwirten bei“, sagt Bauernkammer-Bezirksobmann Martin Moser. Er fordert mit Nachdruck Entlastungsmaßnahmen, damit die Bauern ihrem Versorgungsauftrag bei Lebensmitteln auch weiterhin nachkommen können. „Die in den vergangenen Tagen präsentierten Entlastungsmaßnahmen im Energiepaket stellen einen ersten Schritt dar, sind aber vorerst völlig unzureichend!“ 


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