Gutau investiert: Baubeginn für neue Krabbelstube schon Mitte Mai
GUTAU. Gut ein Jahr müssen sich die Krabbelgruppenkinder und ihre Betreuerinnen noch gedulden, bevor sie vom Provisorium im Gemeindeamt in den Neubau umziehen können.

Eines der größten und zugleich dringlichsten Projekte, das die Gemeinde Gutau heuer angehen wird, ist der Neubau der Krabbelstube hinter dem Gemeindeamt. Am 16. Mai wird der Spatenstich dafür gesetzt. „Das Provisorium im Kindergarten, in den die Krabbelgruppen momentan noch integriert sind, kann keine Dauerlösung sein. Nachdem der Bedarf besteht und auch stetig steigt und uns das Thema Kinderbetreuung ein großes Anliegen ist, haben wir uns zu einem Neubau entschlossen“, sagt Bürgermeister Josef Lindner. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde St. Leonhard werden vom Projektpartner Caritas in den beiden Krabbelgruppen insgesamt 24 Kinder betreut. Im Neubau wird es einen barrierefreien Zugang geben samt Lift zum Kindergarten und dem Sitzungssaal im Gemeindeamt. Auch über einen eigenen Spielplatz dürfen sich die Krabbelstubenkinder künftig freuen. Geplant hat den Bau das Architekturbüro Schneider Lengauer Pühringer. „Die Öffnungszeiten der Krabbelgruppe werden sich nach dem tatsächlichen Bedarf richten“, verspricht der Bürgermeister flexible Lösungen. Ende März 2023 soll die neue Krabbelstube in den neuen Räumen den Betrieb bereits aufnehmen können.
Investition in Feuerwehren
Die Feuerwehren der Gemeinde investieren kräftig in ihre Schlagkraft. Die FF Gutau hat ein neues Löschfahrzeug bestellt, das 2023 geliefert wird. Die FF Erdmannsdorf arbeitet intensiv an der Sanierung ihres in die Jahre gekommenen Feuerwehrhauses. Die Ölheizung wurde gegen eine Luftwärmepumpe getauscht, außerdem wurden bereits die beiden Garagentore durch neue ersetzt. Die nächsten Sanierungsmaßnahmen betreffen die Fassade, die Dacheindeckung, den Einbau einer neuen Außentüre sowie das Setzen von neuen Abflussrinnen vor den Garagentoren. Bis zum Sommer soll die Sanierung laut Bürgermeister Lindner abgeschlossen sein. Mit dem 2021 errichteten Löschbehälter in Schöferhof werden in das Feuerwehrwesen insgesamt 400.000 Euro investiert.
Gutauer Jugend am Wort
Stolz ist Josef Lindner, dass die Gutauer Jugend in den Vereinen sehr gut integriert ist und sich den Burschen und Mädchen dort viele Möglichkeiten zur Entfaltung bieten, sei es beim Musikverein, den Feuerwehren oder im Sportverein. Weil man aber immer noch etwas verbessern kann, wollen Vizebürgermeister Dominic Brunner und Jugendbeauftragter Andre Eidenberger in einer Straßenumfrage unter den Gutauer Jugendlichen erheben, wie es um ihre Bedürfnisse steht. „So kommt man gleich miteinander ins Gespräch“, ist der Bürgermeister schon gespannt auf die Ergebnisse.
Marktplatz-Gestaltung
Der Marktplatz soll neu gestaltet und gleichzeitig das Thema Leerstand-Entwicklung angegangen werden. Ein erster Entwurf des Architekten Lobmaier ist zwar so gut wie fertig. „Nachdem aber zwei Landesstraßen durch den Marktplatz führen, stehen noch Gespräche mit der Landesstraßenverwaltung an“, sagt Bürgermeister Josef Lindner. „Wir wollen mehr Platz für die Menschen schaffen und einen Kompromiss bezüglich der Verkehrssituation finden.“
Leistbares Wohnen
Zwar gibt es in Gutau eine große Nachfrage nach Baugründen, jedoch sind momentan keine Parzellen verfügbar. Trotzdem soll Wohnen in Gutau leistbar bleiben: 2023/24 errichtet die Wohnbaugenossenschaft Lebensräume 18 neue Wohnungen am Areal des alten Lagerhauses.
Zuhause für 30 syrische Flüchtlinge
In der Gemeinde sind 30 syrische Kriegsflüchtlinge im Haus Marktplatz 10 untergebracht. Krystyna Pomierny betreut die Asylbewerber im Auftrag von Martin Mairböck, der sich um die Organisation und Ausstattung der Unterkunft kümmert. Ein Team von Ehrenamtlichen unterstützt das Projekt mit Deutschkursen und sozialer Hilfe.
Community Nursing
Senioren der Gemeinde Gutau sollen so lange wie möglich im eigenen Zuhause wohnen bleiben können. „Deshalb sind wir über das Projekt Community Nursing in Zusammenarbeit mit dem SHV Freistadt auch sehr froh“, sagt Bürgermeister Josef Lindner. Eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson bietet wohnortnah und niederschwellig Angebote zur Unterstützung und Entlastung an.


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