Jahrgangsbier 2022: Hommage an das Brauwasser aus St. Peter

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Mag. Claudia Greindl Tips Redaktion Mag. Claudia Greindl, 25.05.2022 15:53 Uhr

FREISTADT. Eine Hommage an das Brauwasser aus den Tiefbrunnen in St. Peter ist das Jahrgangsbier der Braucommune Freistadt. Mit dem Namen St. Peter Bräu erinnert es an seinen Vorgänger, der Anfang der 90-er Jahre eingestellt wurde. Der Geschmack des Spezialbieres ist ein eigener: Funkelndes Gold, feinporiger Schaum, heller Malzdurft, zarte Fruchtklänge mit einem Hauch Marille und Biskuit und elegante Mühlviertler Hopfennoten - so beschreibt Braumeister Johannes Leitner sein Jahrgangsbier 2022.

Die Spielwiese des Braumeisters ist es, das Jahrgangsbier. Neben neun Biersorten, die ganzjährig erhältlich sind, wird jährlich einmal ein besonderes Bier gebraut, das nur in einer limitierten Menge erhältlich ist. Nach dem Gemischten Satz im Jahr 2021 ist es heuer das St. Peter Bräu, in das Braumeister Johannes Leitner seine ganze Kreativität gelegt hat. Grundlage für das charakterstarke Bier, das mit 5,6 Volumsprozent Alkohol, 13,5 Grad Stammwürze und 26 Bittereinheiten daherkommt, ist das hervorragende Brauwasser der Quellen und Tiefbrunnen von St. Peter.

Je besser das Wasser, desto besser das Bier

„Bier besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Wo das Wasser gut ist, kann man gutes Bier brauen. Und unser Urgesteinswasser ist ohne Aufbereitung mit seinen drei deutschen Härtegraden ohne Eisen und Mangan pefekt zum Brauen“, erklärt Braucommune-Geschäftsführer Ewald Pöschko. Bei der Vorstellung des neuen Jahrgangsbieres blickte er in die Geschichte der Wasserversorgung der Stadt zum Bierbrauen zurück. Seit der Gründung der Stadt 1220 kam das Brauwasser aus Brunnen direkt in der Stadt, im 19. Jahrhundert bezog die Braucommune ihr kostbares Nass aus der Bockau bzw. aus der Zelletau.

Kein Bier wegen Trockenheit

„Im Jahr 1900 konnte wegen Trockenheit tagelang nicht Bier gebraut werden“, zitierte Pöschko aus der Chronik der Braucommune. Um eine solche Misere erst gar nicht mehr aufkommen zu lassen, wurde wenig später rund um St. Peter Wasser gesucht - und auch gefunden. 1936 kaufte die Braucommune der Stadtgemeinde Freistadt das Wasserrecht in St. Peter ab. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der erste Brunnen händisch bis in 72 Meter Tiefe gegraben. Heute decken drei Quellen und mehrere Tiefbrunnen (der jüngste reicht bis in 240 Meter Tiefe und wird erst erschlossen) den Wasserbedarf von 20.000 Kubikmetern pro Jahr alleine zum Brauen ab. Insgesamt werden jährlich 60.000 Kubikmeter Wasser benötigt, ein Teil davon ist Brauchwasser aus einem Brunnen am Areal der Braucommune. „Wasser ohne Aufbereitung in die Sudpfannen fließen lassen zu können, ist ein Privileg“, betonte Braumeister Johannes Leitner. „Daher sind wir bemüht, es so gut und sparsam wie möglich zu verwenden, schließlich braucht man für jeden Liter Bier rund fünf Liter Wasser.“

Rückbesinnung auf Sortenvielfalt

Das Jahrgangsbier 2022 ist für die Braucommune auch eine Rückbesinnung auf die Sortenvielfalt beim Bier. „Früher hat es zwei, drei verschiedene Biersorten gegeben, heute reicht unsere Sortenvielfalt vom Black Bock bis hin zum Biozwickl“, so der Braumeister. Besonders stolz ist er darauf, dass das St. Peter Bräu mit Mühlviertler Hopfen eingebraut wurde, und zwar einer Rezeptur, die in den Aufzeichnungen der Braucommune noch vorhanden war. „Wir haben das St. Peter Bräu mit den gleichen Zutaten wie damals an die moderne Brauereitechnik angepasst.“ Für Verkaufsleiter Josef Horner ist das Jahrgangsbier, das die Braucommune im Gasthaus Brunngraber in St. Peter präsentierte, beinahe schon ein Selbstläufer. „Die Wirte rund um Freistadt freuen sich schon darauf, es auszuschenken. Wir haben 200 Fässer zu 20 Litern abgefüllt.“ Daneben ist der Karton im Retro-Design mit acht Einweg-Flaschen zu 0,33 Litern und unfiltriert in der 0,75 Liter-Flasche erhältlich.

Der 8er-Karton 0,33 Liter-Einweg-Flaschen ist im Biershop der Braucommune Freistadt und bei Spar, Eurospar und Interspar um 10 Euro erhältlich. Im Biershop gibt es auch die unfiltrierte Version in der 0,75 Liter-Flasche im Papiermantel, ebenfalls um 10 Euro.

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