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BEZIRK FREISTADT. Mit 2,3 Prozent hat der Bezirk Freistadt weiterhin eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Oberösterreich.

Alois Rudlstorfer, Geschäftsstellenleiter Arbeitsmarktservice Freistadt (Foto: AMS Freistadt)
Alois Rudlstorfer, Geschäftsstellenleiter Arbeitsmarktservice Freistadt (Foto: AMS Freistadt)

Trotz eines Anstieges um 0,3 Prozentpunkte gegenüber Juni 2022 liegt der Bezirk Freistadt im OÖ-Spitzenfeld. Insgesamt sind Ende Juni 702 Personen arbeitslos gemeldet. „Der Anstieg erklärt sich aus den, seit Mai in der Statistik aufscheinenden Personen, die aus der Ukraine geflüchtet sind und der steigenden Unsicherheit bei den Unternehmen“, sagt AMS-Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer. „Viele Unternehmen versuchen zwar ihre Mitarbeiter, trotz mäßiger Auftragslage, zu halten. Bei einigen geht sich das aber nicht mehr aus und ein Stellenabbau ist unausweichlich“, sagt Rudlstorfer.

Im Bezirk gibt es mit 687 Stellen weiterhin ein großes Angebot an freien Arbeitsplätzen. „Wie stark die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt ist, zeigt der Blick auf die Bewegungen bei den Arbeitslosen und offenen Stellen. Im Juni melden sich 284 Personen aus dem Bezirk arbeitslos. Gleichzeitig beginnen 241 Personen wieder eine neue Beschäftigung. Im gleichen Monat melden die Freistädter Unternehmen 180 offene Stellen. 202 werden in diesem Zeitraum abgedeckt.“

Arbeitskräftebedarf

Die Zahl der offenen Stellen sinkt zwar im Jahresvergleich um fast 18 Prozent, der Bedarf an Arbeitskräften bleibt aber in vielen Freistädter Unternehmen weiterhin groß. „Wir tun alles dafür, möglichst schnell, passende Personen, für diese Arbeitsplätze, zu finden,“ sagt Rudlstorfer. Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in technischen Berufen (91), im Handel (85), in Büroberufen (82), in Metall- und Elektroberufen (71), in Gesundheitsberufen (66), in Fremdenverkehrsberufen (65), Bauberufen (50), in den Verkehrsberufen (34), in Reinigungsberufen (26) und in den Holzverarbeitenden Berufen (26).

163 offen Lehrstellen sind derzeit von den Freistädter Unternehmen beim AMS gemeldet. Denen stehen 31 Lehrstellensuchende gegenüber. „Diese Zahlen zeigen sehr deutlich, wie gefragt Jugendliche, die eine Lehrausbildung machen wollen, derzeit sind.“ Die meisten offenen Lehrstellen gibt es momentan in den Fremdenverkehrsberufen (39), im Handel (35), in den Metall- und Elektroberufen (30), in den Bauberufen (15), in den holzverarbeitenden Berufen (11) und in den Büroberufen (9).


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