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Vom Kellerbüro zur 2.000-Quadratmeter-Zentrale: Elektrotechnik Höllhuber gibt JW Kirchdorf Einblicke in Unternehmensentwicklung

Maya Lauren Matschek, 21.05.2026 14:43

WARTBERG/KREMS. Was heute eine moderne Firmenzentrale im Wirtschaftspark Wartberg an der Krems ist, begann für Thomas Höllhuber deutlich bescheidener: im Keller und in der Garage der Familie Hunger in Inzersdorf im Kremstal. Dort startete der gelernte Elektriker 2017 seine Selbstständigkeit – damals noch allein, mit Werkzeug, Ideen und viel Eigeninitiative.

Mitglieder der Jungen Wirtschaft (JW) Kirchdorf trafen sich bei Thomas Höllhuber (l.), der das Unternehmen Elektrotechnik Höllhuber in Wartberg an der Krems führt. (Foto: WKO Kirchdorf / Siegfried Pramhas)

Neun Jahre später ist daraus ein Betrieb mit 16 Mitarbeitenden geworden. Diese Entwicklung stand im Mittelpunkt eines Treffens der Jungen Wirtschaft (JW) Bezirk Kirchdorf, das am Mittwochabend, 20. Mai, bei Elektrotechnik Höllhuber zu Gast war. Rund 30 Mitglieder nutzten die Gelegenheit, Einblicke in den Betrieb zu bekommen und sich zu vernetzen.

Wachstum Schritt für Schritt

Die Unternehmensgeschichte verlief nicht sprunghaft, sondern in mehreren Etappen. 2019 kamen die ersten Mitarbeiter dazu, das Team wuchs auf drei Personen. Der Platz wurde bald zu knapp, also folgte 2021 der nächste Schritt: der Umzug in das sogenannte „Hauer-Gebäude“ in Wartberg.

Auch dort blieb das Wachstum nicht stehen. Aus drei wurden rasch zehn Mitarbeitende, und die Anforderungen an Infrastruktur und Organisation stiegen entsprechend. 2024 folgte schließlich die Entscheidung für einen Neubau im Wirtschaftspark Wartberg: eine 2.000 Quadratmeter große Firmenzentrale mit Werkstatt, Lager und Büroräumen. Die Investitionssumme liegt bei rund 1,8 Millionen Euro.

Der Spatenstich erfolgte am 22. Dezember 2024, gebaut wurde von Jänner bis September 2025 – laut Höllhuber unter Mithilfe vieler regionaler Betriebe. Im September 2025 erfolgte schließlich der Umzug in das neue Gebäude.

„Das war eine sehr anstrengende und intensive Zeit, weil ich gleichzeitig auch Papa geworden bin“, erzählte Höllhuber beim Treffen. „Aber mittlerweile sind wir gut angekommen und fühlen uns wohl.“

Arbeit zwischen Energietechnik und Smart Home

Heute ist das Unternehmen breit aufgestellt. Die Schwerpunkte liegen in Energietechnik, Photovoltaik, Speicherlösungen, Smart-Home-Systemen sowie klassischen Elektroinstallationen. Besonders im Bereich Smart Home arbeitet der Betrieb überwiegend für gewerbliche Kunden.

Zu den größeren Referenzprojekten zählen unter anderem Photovoltaikanlagen am neuen Rathaus Linz, am Donaupark Stadion Linz sowie Anlagen auf dem Dach der Johannes Kepler Universität.

Ein Blick hinter die Kulissen – und auf die Bühne

Neben der technischen Seite kam beim Treffen auch Persönliches zur Sprache. Auf die scherzhafte Frage von Christian Edler, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Kirchdorf, bei wie vielen Mitarbeitenden er eigentlich „aufhören“ wollte, antwortete Höllhuber lachend: „Bei fünf.“

Die Runde reagierte mit Lachern – ein Moment, der die Atmosphäre des Abends gut einfing: fachlich interessiert, aber locker und persönlich.

Dass Höllhuber nicht nur in der Elektrotechnik zuhause ist, zeigte ein weiterer Einblick: In seiner Freizeit spielt er in der Band Die Unbrassbaren. Am kommenden Wochenende steht für ihn ein Auftritt bei der Mostkost in Nußbach am Programm.

Netzwerkgedanke im Mittelpunkt

Das Treffen der Junge Wirtschaft Bezirk Kirchdorf folgt einem einfachen Prinzip: Unternehmen im Bezirk öffnen ihre Türen, geben Einblicke in ihren Alltag und schaffen Raum für Austausch. Rund 30 Mitglieder nutzten diesmal die Gelegenheit, sich direkt vor Ort ein Bild von einem regional gewachsenen Betrieb zu machen – von den Anfängen im Keller bis zur heutigen Unternehmensstruktur.


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