Weniger Jobs, mehr junge Arbeitslose im Bezirk Freistadt
BEZIRK FREISTADT. Trotz weiterhin niedriger Arbeitslosenquote zeigt sich die schwache Konjunktur zunehmend am Freistädter Arbeitsmarkt: Die Zahl der offenen Stellen sinkt deutlich, während vor allem bei den 20- bis 30-Jährigen und den unter 25-Jährigen die Arbeitslosigkeit spürbar zunimmt.

Die Zahl der offenen Stellen sinkt im Jahresvergleich um mehr als ein Viertel auf 425. „Da macht sich die angespannte Wirtschaftslage in Österreich auch bei uns bemerkbar“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer. Die Arbeitslosenquote in Freistadt bleibt mit 3 Prozent gleich niedrig, wie im Vorjahr.
Verschiebung bei den Altersgruppen
Deutliche Verschiebungen sind jedoch in Bezug auf die Betroffenheit der verschiedenen Altersgruppen ersichtlich. Bei den unter 20-Jährigen und den über 50-Jährigen gibt es leichte Rückgänge. Deutlich steigen die Arbeitslosenzahlen hingegen seit langem erstmals wieder bei den 20 bis 30-Jährigen.
„Hier sind derzeit um 48 Personen (31 Frauen/17 Männer) mehr auf Arbeitsuche als noch Ende Juli 2025. Das entspricht einem Anstieg um fast 28 Prozent. „Auf diese Altersgruppe werden wir in den kommenden Monaten ein verstärktes Augenmerk legen, damit sich diese Entwicklung nicht weiter fortsetzt“, sagt Rudlstorfer
Jugendarbeitslosigkeit
151 unter 25-Jährige (73 Frauen/78 Männer) sind Ende Juli beim AMS Freistadt zur Arbeitsuche angemeldet. Das sind um 28 Personen (22,8 Prozent) mehr als im Vorjahr. „Das ist seit vielen Monaten das erste Mal, dass die Zahl der unter 25-Jährigen so deutlich ansteigt. Da werden wir weiterhin genau drauf schauen und gezielt unterstützen, damit sich dieser Trend möglichst bald wieder umkehrt“, sagt Freistadts AMS Chef.
Arbeitskräftebedarf
425 offenen Stellen bedeuten im Jahresvergleich einen Rückgang um 151 offenen Stellen bzw. 26,2 Prozent. „Der Rückgang ist nicht erfreulich, da Arbeitsuchende aus dem Bezirk bei fehlenden Angeboten eventuell in den Zentralraum bzw. in andere Bezirke abwandern könnten“, sagt Freistadts AMS-Chef. Am stärksten ist der Rückgang bei der Suche nach Mitarbeitern in den technischen Berufen (-35,5 Prozent), in den Büroberufen (-24,3 Prozent), in den Metall- und Elektroberufen (-20,6 Prozent) und in den Gesundheitsberufen (-18,3 Prozent).
Offene Stellen
Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in Gesundheitsberufen (67), Handel (55), Metall- und Elektroberufen (54), Fremdenverkehrsberufen (44), Bauberufen (34), Büroberufen (28), Hilfskräfte in den verschiedensten Branchen (24), Technischen Berufen (20), Verkehrsberufen (12) und Holzverarbeitenden Berufen (11).
Lehrstellenmarkt
214 offene Lehrstellen in den verschiedensten Berufen sind derzeit von den Freistädter Unternehmen beim AMS gemeldet. 82 davon sind ab sofort bzw. noch bis Ende September zu besetzen. 132 sind bereits für einen Lehrantritt ab Mitte 2027 gemeldet und stehen daher schon jetzt für Bewerbungen von Schulabgänger des kommenden Jahres bereit.
Diesen offenen Lehrstellen stehen 43 Jugendliche gegenüber, die ab sofort eine Lehrstelle suchen. Die meisten, freien Lehrstellen gibt es momentan in Fremdenverkehrsberufe (59), Handel und Verkehr (43), Bauberufe (41), Metall- und Elektroberufe (41) und Holzverarbeitende Berufe (16).








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