Peter Mandl liebt es gesellig: „Das Ehrenamt ist mein Leben“

Claudia  Brandt Claudia Brandt, Tips Redaktion, 02.06.2019 08:44 Uhr

FURTH. Peter Mandl ist in Furth bekannt wie der sprichwörtlich bunte Hund. Der umtriebige 73-Jährige ist nicht nur langjähriger Vorsitzender und Reiseleiter des örtlichen Pensionistenverbands sondern auch in zahlreichen weiteren Vereinen aktiv. Im Gespräch mit Tips gewährt er Einblick in sein Leben, das er weitgehend dem Ehrenamt gewidmet hat.

„Es gibt in Furth kaum einen Verein, in dem ich nicht Mitglied bin“, erzählt Peter Mandl. Das ist fast noch untertrieben, denn aufs reine „Dabeisein“ beschränkt sich der 73-jährige Pensionist in der Regel nicht. In vielen Vereinen sitzt oder saß er im Vorstand, hat sie über Jahre hinweg geprägt und er packt auch nach wie vor gerne mit an, wenn seine Hilfe benötigt wird. „Das Ehrenamt ist mein Leben“, so der gesellige Furthner, der bereits über 50 Jahre mit seiner Frau Margit verheiratet ist.

78 Tage im Jahr auf Reisen

Seit Jahrzehnten ist Peter Mandl das Gesicht des Furthner Pensionistenverbands, den er heuer bereits seit 20 Jahren führt. Und seinen rund 320 Mitgliedern, die aus Furth und den umliegenden Gemeinden kommen, bietet er ein volles Programm. Jede Woche gibt es einen Clubnachmittag zum Kartenspielen, eine Tanzrunde sowie ein Seniorenturnen. Doch seine besondere Leidenschaft ist das Reisen. Seit 1996 fungiert er als Reiseleiter des Pensionistenverbands – und hat hier alle Hände voll zu tun: „Allein heuer bin ich mit den Pensionisten 78 Tage unterwegs“.

Breit gefächertes Programm

Tagesausflüge zu diversen Kulturveranstaltungen gehören dabei genauso dazu wie längere Reisen im In- und Ausland. Im April war Mandl mit einer Gruppe eine Woche auf Kreta, im Juni folgen die Masuren und Südtirol und im Advent das Zillertal. Fürs Frühjahr 2020 plant er eine Reise nach Neuseeland und Bali. Bei den aufwändigen Fernreisen kümmert sich Peter Mandl um die Organisation vor Ort. So sorgt er beispielsweise für den Transport zum Flughafen. Tagesausflüge und kürzere Reisen organisiert er komplett selbst.

24 Jahre in der Politik

Sein erstes Ehrenamt hatte Peter Mandl bereits in jungen Jahren als Ministrant und später als Mesner. Er wuchs in Furth auf und absolvierte hier eine Tischlerlehre bei der Firma Rehor. 1968 wechselte er zu den ÖBB, wo er sich um die Instandhaltung der Innenausstattung der Waggons kümmerte. In diese Zeit fällt auch sein politisches Engagement. Peter Mandl war nicht nur 25 Jahre ÖBB-Betriebsrat, sondern gehörte von 1987 bis 2011 auch dem Furthner Gemeinderat an. Zehn Jahre davon war er als geschäftsführender Gemeinderat der SPÖ unter anderem für die öffentliche Sicherheit zuständig.

Die Feuerwehr geprägt

In jüngeren Jahren engagierte sich Peter Mandl stark in der Feuerwehr Furth. Bereits seit 1966 gehört er dem Führungsteam an und stand der Wehr von 1990 bis 2000 selbst als Kommandant vor. 1978 gründete er die Feuerwehrjugend, die es bis heute noch gibt. Seit 1987 wirkt der dreifache Familienvater zudem als Obmann des Kultur- und Volksheims und veranstaltet seit fünf Jahren das alljährliche „Furth Kreativ“ am Kirchenplatz.

Begräbnisse erleichtern

Der umtriebige Furthner hat noch ein weiteres ungewöhnliches Ehrenamt: Seit 20 Jahren organisiert er die Sargträger für Begräbnisse in Furth und Aigen. Hier hegt der 73-Jährige einen großen Wunsch: eine eigene Kapelle oder Aufbewahrungshalle auf dem Furthner Friedhof. Mandl zufolge würde die Möglichkeit einer Einsegnung vor Ort Begräbnisse sehr erleichtern. Denn manchen Sargträgern sei der zwölfminütige Marsch von der Kirche bis zum Friedhof zu beschwerlich.

 

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