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GALLNEUKIRCHEN. Seit 1990 ist Johann Stroblmair im Diakoniewerk beschäftigt. Im Tips-Interview spricht er über die Vergangenheit und zukünftige Herausforderungen.
 

Johann Stroblmair ist Geschäftsführer des Diakoniewerks in Oberösterreich. Foto: Diakoniewerk
Johann Stroblmair ist Geschäftsführer des Diakoniewerks in Oberösterreich. Foto: Diakoniewerk

Tips: Was hat sich in seit Beginn Ihrer Tätigkeit verändert?

Stroblmair (lacht): In meiner Anfangszeit haben wir überlegt, ob wir überhaupt einen Computer benötigen. Heute ist die Digitalisierung selbstverständlich bei uns längst angekommen. Und die finanziellen Rahmenbedingungen hab sich verändert.

Tips: Inweit verändert?

Stroblmair: Die öffentliche Hand muss sparen. Wir tragen selbstverständlich das von der oberösterreichischen Landesregierung beschlossene Sparpaket – das von uns und anderen Organisationen Einsparungen bis 2020 in der Höhe von 25 Millionen fordert – mit. Aber ich würde sagen, damit ist der Plafond erreicht.

Tips: Wenn sie die zwei letzten Jahre betrachten: Was war für Sie die größte Herausforderung?

Stroblmair: Dazu zählt sicher die Flüchtlingskrise. Schließlich mussten wir in Oberösterreich erst lernen, mit dieser Situation umzugehen. Zurzeit betreut das Diakoniewerk in unserem Bundesland etwa 500 Menschen mit Fluchthintergrund. Im Bezirk Urfahr-Umgebung sind es 150.

Tips: Viele Menschen kennen das Diakoniewerk durch die Behindertenbetreuung. Welche Aufgaben erfüllen Sie noch?

Stroblmair: Mit unseren etwa 1.000 Mitarbeitern – wir sind der größte Arbeitgeber im Bezirk – kümmern wir uns auch um Wohnen mit Betreuung in einigen Projekten in Oberösterreich, im Bezirk in Gallneukirchen und Engerwitzdorf. Zudem sind unsere Leute auch in der 24-Stunden-Betreuung tätig. Beide Bereiche nehmen immer mehr zu.

Tips: Welche Herausforderungen sehen Sie für die nächsten Jahre?

Stroblmair: Wir wollen den Sozialraum für Menschen verbessern. Das heißt, wir erarbeiten für Kommunen Konzepte, wie das gemeinsame Zusammenleben besser funktioniert.

Tips: Welche Punkte umfassen diese Konzepte?

Stroblmair: Dazu gehören Punkte wie Nachbarschaftshilfe und eine gute Durchmischung von Wohngebieten mit unterschiedlichen Gesellschaftsschichten.<


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