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GMÜND. Die Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspetion Gmünd führte seit Mai 2015 in Zusammenarbeit mit den Polizeiinspektionen des Bezirkes Gmünd, der Freistadt und der tschechischen Polizei, Erhebungen gegen eine überörtlich agierende Tätergruppe, die im dringenden Tatverdacht steht, seit Anfang des Jahres strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen, insbesondere Fahrraddiebstähle, Motorraddiebstähle, PKW-Einbrüche bzw. PKW-Diebstähle verübt zu haben. Nach umfangreichen und zeitintensiven Ermittlungen konnten nun ein österrerreichischer und ein tschechischen Staatsbürger als Haupttäter gefasst werden.

Symbolfoto: Wodicka
Symbolfoto: Wodicka

Nach Erlangen entsprechender weiterer Hinweise sowie Beweise gegen die Beiden wurde der Sachverhalt mittels Anlassbericht an die Staatsanwaltschaft Krems/Donau weitergeleitet und eine Festnahmeanordnung gegen die Beschuldigten erwirkt. Nach Vollzug der Festnahmen zeigten sich die beiden Beschuldigten großteils geständig, gemeinsam mit ihren zum Teil aus dem Rot- bzw Suchtgiftmilieu in Tschechien stammenden Komplizen wiederholt Vergehen/Verbrechen gegen fremdes Vermögen, Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz und dem Waffengesetz begangen zu haben.

Diebesgut im Ausland verkauft

Die gestohlenen Motorräder und Fahrräder wurden laut derzeitigem Ermittlungsstand von den Beschuldigten unmittelbar nach den Tatausführungen nach Budweis verbracht und dort veräußert. Mit dem Erlös aus dem Verkauf des Diebsgutes wurde zum Großteil der Ankauf von illegalen Suchtmittel (Methamphetamin), vorwiegend für den Eigengebrauch, finanziert. Bei einer am 19. August 2015 an der Wohnadresse des Beschuldigten Österreichers durchgeführten Hausdurchsuchung konnte umfangreiches Einbruchswerkzeug, sowie illegale Suchtmittel sichergestellt werden.

Ein Teil des Einbruchswerkzeuges wurde in weiterer Folge dem Landeskriminalamt St. Pölten, Kriminaltechnische Untersuchungsstelle, übermittelt wobei aufgrund eines positiven Abgleiches zwischen einer Tatortspur (aufgezwicktes Vorhangschloss) und einem Bolzenschneider zwei Einbrüche der Tätergruppe eindeutig zugeordnet werden konnte.

Betreffend der mutmaßlichen tschechischen Hehler werden derzeit in Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei entsprechende Ermittlungen geführt. Die bereits namentlich bekannten tschechischen Staatsbürger konnten jedoch von der tschechischen Polizei bis dato nicht einvernommen werden, da es sich bei den Meldeadressen dieser Personen um sogenannte Briefkastenadressen handelt und somit deren tatsächlicher Aufenthalt noch nicht ermittelt werden konnte. Ein geringer Teil Diebsgutes konnte im Zuge von Hausdurchsuchungen in den Wohnhäusern der beiden sichergestellt werden. Die Opfer/Geschädigten wurden darüber bereits in Kenntnis gesetzt und es werden diese Gegenstände in den nächsten Tagen ausgefolgt werden.

Hoher Sachschaden, Täter in Haft

Bei der Aufklärung der einzelnen Fahrraddiebstähle wurde mit den Beschuldigten mehrere Ausfahrten zu den einzelnen Tatorten durchgeführt, wodurch eine zweifelsfreie Zuordnung der sichergestellten Fahrräder erzielt werden konnte. Der durch diese Tätergruppe verursachte Gesamtschaden beläuft sich auf circa 25.000 Euro.

Der tschechische Haupttäter wurde 1982 in Ceske Budejovice geboren und  befindet sich seit 05. August 2015 in der Justizvollzugsanstalt Krems/Donau in Untersuchungshaft. Auch der 1971 in Gmünd geborene österreischische Täter befindet sich seit 20. August 2015 ebenfalls in Krems in Untersuchungshaft. Gegen die anderen teilgeständigen Mittäter wurde seitens der Staatsanwaltschaft Krems/Donau die Anzeige auf freiem Fuß verfügt.


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