Allegro Vivo 2019: Fulminanter Abschluss und Ausblick auf 2020

Olivia Lentschig Olivia Lentschig, Tips Redaktion, 17.09.2019 08:00 Uhr

WALDVIERTEL. Mit dem Festivalabschlusskonzert am 15. September ging das 41. Kammermusikfestival Allegro Vivo zu Ende. Der künstlerische Leiter Vahid Khadem-Missagh und Geschäftsführer Nikolaus Straka freuen sich über eine äußerst erfolgreiche Festivalsaison.

Die zarte Wehmut des Abschieds vermischt sich mit Aufbruchstimmung: Allegro Vivo 2020 widmet sich unter dem Leitthema „Appassionato“ leidenschaftlich dem reichen Kammermusikwerk des bedeutenden Jahresregenten Beethoven. Und bis zum nächsten Festival verkürzt uns Allegro Vivo die Wartezeit mit zahlreichen Konzerten in ganz Niederösterreich und Wien.

Allegro Vivo, welches 2019 von der Kraft der Fantasie beflügelt wurde, feierte seinen krönenden Abschluss am Ende des Sommers in der Stiftsbibliothek von Altenburg. Werke von Dvořák, Mahler und Beethoven ließen die Zuhörer und Künstler musikalische Höhenflüge und emotionale Tiefe erleben.

Das Schlusskonzert, welches programmatisch den Schwerpunkt der Öffnung des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren in den Mittelpunkt stellte, gestaltete die Academia Allegro Vivo und der Bariton Manuel Walser unter der Leitung von Vahid Khadem-Missagh. Als Fingerzeig in die kommende Saison fungierte eine mitreissende Interpretation von Beethovens 1. Symphonie.

Künstlerische und wirtschaftliche Höhenflüge

Das internationale Kammermusikfestival Allegro Vivo verwandelte von 2. August bis 15. September das gesamte Waldviertel in eine Landschaft musikalischer Fantasie, wo schöpferischer Geist, Virtuosität und Spielfreude zu einer Einheit wurden. Künstler aus aller Welt machten die 35 Burgen, Schlösser, Stifte und historische Stätten zu aufsehenerregenden Konzertbühnen und begeisterten über 8.500 Konzertbesucher. Zu den besonderen künstlerischen Highlights zählten das Konzert der Starpianistin Elisabeth Leonskaja in Stift Altenburg, der „Sommernachtstraum“ im Kunsthaus Horn mit Schauspieler Nicholas Ofczarek und das Konzert „Mit Myrten und Rosen“ in Gars, das unter anderem von Bariton Peter Edelmann gestaltet wurde. Die Hälfte der Konzerte war schon im Vorfeld ausverkauft. Konzertformate wie die „Moonlight Serenade“ und „Open Space“ in der Horner Innenstadt erfreuen sich großer Beliebtheit.

Insgesamt 700 Teilnehmer bei der Sommerakademie

Internationale höchste Anerkennung erfährt auch die Allegro Vivo Sommerakademie. Das Zusammenspiel von Meister- und Jugendkursen sowie Kinderkursen, Kammermusik- und Orchesterprojekten und die zahlreichen Konzerte der Sommerakademie, die den Veranstaltungskalender bereichern, ist einzigartig. Mit insgesamt 700 Teilnehmern, Begleitpersonen und Dozenten konnte die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr um 15% gesteigert werden. Allegro Vivo fungiert somit als kultureller Impulsgeber ebenso wie als Tourismusmagnet. Hotellerie, Gastronomie, aber auch der gesamte Einzelhandel in der Region profitierten.

Das Festivalorchester Academia Allegro Vivo ist nicht nur im Sommer Bestandteil des Kulturlebens. Konzerte in Tschechien (Jihlava und Ceský Krumlov), eine Tournee mit Neujahrskonzerten und ein Konzert in St. Pölten waren durchschlagende Erfolge. Die hohe Qualität des Kammerorchesters wird auch mit der neuesten CD-Produktion dokumentiert, u.a. mit Aufnahmen der Uraufführungen der letzten zwei Saisonen.

Unter dem Leitthema „Appassionato“ geht es leidenschaftlich ins Festivaljahr 2020

Traditionell zum Abschlusskonzert präsentierte der künstlerische Leiter Vahid Khadem-Missagh das Leitthema für das Folgejahr und zitierte den großen Jahresregenten Ludwig van Beethoven: „Eine falsche Note zu spielen ist unwichtig, aber ohne Leidenschaft zu spielen ist unverzeihlich!“ In diesem Sinne wird das Festival 2020 von 7. August bis 20. September unter dem Motto „Appassionato“ stehen.

 

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