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SCHREMS. „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr….“ Mit dieser Aussage verdeutlichte schon Albert Einstein den Wert der Honigbiene. Bienen und Insekten sind wichtige Mitarbeiter für die Bauern. Gemeinsam achten sie darauf, dass wir Menschen hervorragendes Obst und Gemüse genießen können.

Stadtrat David Süß und Nationalrätin Martina Diesner-Wais zeigen auf dem Ringelblumenfeld von Familie Zach in Gebharts, dass die Bauernschaft in der Gemeinde Schrems wichtige Leistungen für den Schutz der Bienen erbringt. Foto: ÖVP Schrems

Die Biene ist für mindestens 80 Prozent der Bestäubung heimischer Blütenpflanzen verantwortlich. Einheimisches Obst, Wildpflanzen und verschiedene Gemüsesorten können nur wachsen und gedeihen, wenn sie rechtzeitig bestäubt werden. Die Honigbiene leistet so einen wichtigen Beitrag für das ökologische Gleichgewicht und ist sowohl auf dem Land, als auch in der Stadt auf die Erhaltung ihrer Art auf Imker angewiesen.

Gemeinde-Ausschuss diskutierte mögliches Projekt

Nationalrätin Martina Diesner-Wais und Landwirtschafts-Stadtrat David Süß (beide ÖVP) sind überzeugt, dass Insektenschutz und nachhaltige Landwirtschaft kein Widerspruch sind. „Jeder von uns kann bei diesem landesweiten Projekt mitmachen. Auch die Gemeinde Schrems könnte sich beteiligen“, so Diesner-Wais. Süß bekräftigt: „Im Gemeinderatsausschuss für Landwirtschaft haben wir bereits diskutiert, dass auf Wiesen, die in Schrems von der Gemeinde gemäht werden, ein Streifen mit Wiesenblumen belassen werden könnte- als Nahrung für die Bienen. Anbieten würde sich hier etwa Grünflächen im Bereich des Naturparks.“

Bauernschaft steht für mehr Artenvielfalt

Die Bauern in der Gemeinde Schrems bewirtschaften ihre Betriebe nachhaltig. Auf ihren blühenden Feldern bieten sie den Bienen und damit der Artenvielfalt einen optimalen Lebensraum. Rund 90 Prozent der heimischen Landwirte nehmen am Umweltprogramm ÖPUL (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) teil. Damit ist Niederösterreich Spitzenreiter in Europa. Das sichert die regionale Vielfalt und eine kleinstrukturierte Landwirtschaft. Die neue gemeinsame Kampagne „Wir für Bienen“ soll gleichermaßen informieren und motivieren, das Miteinander zwischen Bauern und Bienen aufzeigen und dafür sorgen, dass das Naturland Niederösterreich auch morgen noch so bunt blüht. Sie soll das Wissen über die Leistungen der Insekten genauso wie über die Anstrengungen der heimischen Landwirtschaft in den Vordergrund stellen.

„Die Bauern geben auf insgesamt 230.000 Hektar blühenden Feldern Bienen Heimat: 112.000 Hektar Begrünungs- und Biodiversitätsflächen sind wertvolle Ökosysteme, 23.000 Hektar Raps sind die Lieblingsnahrung für Bienen, 17.000 Hektar Sonnenblumen sind Bienen-und Augenweiden gleichzeitig, 12.000 Hektar Kürbis sorgen für Speiseöl. Dazu kommen noch die 770.000 Hektar Waldflächen, mehr als 40 Prozent der Landesfläche, welche die Grundlage für den Waldhonig liefern“, meinte Pernkopf. Weiters hebt er hervor, dass Niederösterreichs Bauern Öko-Weltmeister seien: 90 Prozent nehmen am Umweltprogramm teil, 60 Prozent legen Biodiversitätsflächen an, 20 Prozent aller Betriebe wirtschaften biologisch.“Unsere Bauern sind vielleicht nicht die Größten, aber mit Sicherheit die Besten im europäischen Vergleich. Würden alle in Europa so vorbildlich arbeiten wie unsere bäuerlichen Familienbetriebe, gäbe es mehr Bienen und mehr Artenvielfalt“, unterstreicht der LH-Stellvertreter.

Mitmachen kann jeder

„Wir für Bienen“ soll zeigen, dass Landwirtschaft und Artenvielfalt kein Gegensatz sind. Die Kampagne richtet sich aber nicht nur an die Landwirtschaft, sondern an die gesamte Gesellschaft. Mit einfachen Maßnahmen wie einer Wildblumenwiese statt eines Rasens oder Bienenplatzerln am Balkon kann jeder seinen Beitrag leisten – vom Privatpersonen bis zu Gemeinden und Betrieben.<


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