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Wildbienen-Fact: Naturschutzbund gibt Tipps für den insektenfreundlichen Garten

Olivia Lentschig, 24.07.2020 08:00

NÖ. Private Hausgärten sind kein Ersatz für artenreiche Wiesen und Felder. Sie haben aber große Bedeutung als verbindende Elemente von Lebensräumen, vor allem für Insekten, aber auch andere Tiere. Damit helfen bunt gestaltete Gärten mit, die Folgen des oft dramatischen Lebensraumverlustes in Feld und Flur etwas abzupuffern. Der Naturschutzbund gibt Tipps, was ein Garten braucht, um für Wildbienen, Igel & Co interessant zu sein.

In einem bunten Naturgarten fühlen sich viele Tiere wohl Foto: Verena Brachmayer
In einem bunten Naturgarten fühlen sich viele Tiere wohl Foto: Verena Brachmayer

Naturnahe Gärten haben vier wesentliche Elemente: ein blütenreiches Wiesenstück, vielfältige Staudenbeete, heimische Sträucher und je nach Platzangebot auch Laubbäume. Die wichtigsten Dinge, die man noch beachten sollte, um zwei-, vier-, sechs- und achtbeinigen Besuchern Freude zu machen, finden Sie hier.

Naturschutzbund-Tipp: So wird Ihr Garten zum Insektenreich!

Das ganze Jahr über den Tisch decken.

Gärten sind für Bienen, Schmetterlinge & Co. nur wertvoll, wenn sie möglichst ganzjährig Blüten bieten. Gefragt sind also standortangepasste Pflanzen, die über alle Vegetationsmonate hinweg verteilt blühen. Um die Insekten nicht plötzlich „auf Diät“ zusetzen, mäht man zudem nicht die ganze Wiese auf einmal.

Blüte ist nicht gleich Blüte.

Kurzlebige Hybridpflanzen, gefüllte Blüten, exotische Neuerungen, sie alle bieten unseren Insekten keine oder nur ungeeignete Nahrung. Erfreuen Sie sich und die Insekten mit heimischen Pflanzen wie Glockenblume, Wiesensalbei oder Wilder Möhre.

Insektenhotels allein sind zu wenig.

Da nur etwa 30 Wildbienenarten diese künstlichen Nisthilfen annehmen, sollte man offene Bodenstellen im Garten fördern, diese benötigen nämlich die meisten anderen Wildbienen für den Nachwuchs. Außerdem brauchen Wildbienen in der Nähe auch das richtige Blütenangebot, um zu überleben.

Laub- und Reisighaufen bieten im Herbst und Winter nicht nur Insekten, sondern auch Amphibien, Spinnen und kleinen Säugetieren wie Igeln einen Unterschlupf. Insekten nutzen auch trockene Stängel, um ihre Eier darin abzulegen – bitte stehen lassen!


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