Leyrer+Graf lässt Obritzberg-Rust mit dem schnellsten Glasfasernetz surfen
GMÜND. Das „fiber to the home“ (FTTH) Projekt der Marktgemeinde Obritzberg-Rust (Bezirk St. Pölten-Land) ist ein einzigartiges Pilotprojekt in Niederösterreich, um der schlechten Anbindung des ländlichen Raumes entgegenzuwirken. Wenn man bisher von FTTH gesprochen hat, also Glasfaser bis ins Haus, dann spricht man meist noch von der Zukunft, doch eben nicht so in der Marktgemeinde Obritzberg-Rust. Leyrer+Graf war von Beginn an an den Arbeiten beteiligt, für das Gesamtprojekt sind 1,4 Millionen Euro veranschlagt.

Das gesamte Gemeindegebiet umfasst 23 Katastralgemeinden mit circa 1.100 Haushalten. Bereits vor zwei Jahren wurde mit der Realisierung des Projektes im Zuge des Kanalbaus durch Leyrer+Graf begonnen, die entsprechenden Leitungen verlegt wurden. So haben sich gute Synergieeffekte ergeben, sowohl kostentechnisch als auch organisatorisch. Aktuell sind circa 100 Kunden an das Netz angebunden und genießen den Komfort dieser „Highspeed-Anbindung“.
Das gesamte Projekt umfasst fünf Ausbaustufen: Im Zuge des Kanalbaus wurden in der Ausbaustufe 1 Leerrohre mitverlegt und die Verbindungen zwischen den Ortschaften errichtet. In der Ausbaustufe 2 wurden die Backbone-Leitungen POP1 und POP2 sowie die Ortsnetze errichtet. Derzeit befindet sich das Projekt in der Ausbaustufe 3 und aktuell sind circa 100 Kunden an das Netz angebunden und genießen den Komfort dieser „Highspeed-Anbindung“. Das Ortsnetz wird nun sukzessive erweitert.
In der Ausbaustufe 4 erfolgt die Erweiterung der restlichen Katastralgemeinden wiederum im Zuge des Kanalbaus. Die Ausbaustufe 5 ist die Komplettierung des Netzes, um eine annähernd 100-prozentige Anschlussmöglichkeit der Haushalte zu gewährleisten. Diese Ausbaustufe soll planmäßig bis Ende 2017 erreicht werden.
Bis dato hat das Leyrer+Graf Team der Abteilung „Energie und Telekom“ ca. 70 km LWL-Kabel verlegt, 45 Verteilerkästen errichtet, zehn Schächte und ca. 60 Muffen verbaut. Bei einer mittleren Faserdichte von rund 60 Fasern beträgt die absolute Länge der verlegten Glasfasern ca. 4.200 km. Das entspricht einer Entfernung von Wien nach Dubai. Eine besondere Herausforderung war es, das Projekt nach der Planungsstufe 2 von einer Einfaser- auf eine Zweifaserlösung zu erweitern.
Eine Besonderheit bei diesem Projekt ist darüber hinaus, dass die Gemeinde Besitzer des Netzes und somit auch Auftraggeber ist. Die Backbone-Leitung wurde in Zusammenarbeit mit der EVN sowie der NÖGIG (NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft mbH) realisiert. Auch Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) ließ es sich nicht nehmen dabei zu sein, als die ersten 100 Kunden im Rahmen einer offiziellen Eröffnungsfeier an das Highspeed-Netz angebunden wurden.
Leyrer + Graf ist schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich im Bereich der Telekom-Infrastruktur und Kommunikationstechnik tätig. Durch die Bereiche Bau und Elektrotechnik im eigenen Haus können Gesamtlösungen aus einer Hand angeboten werden – und zwar für alle Projektgrößen bis hin Großbauvorhaben – von der Planung über Ausführung und Baumanagement bis zum 24-Stunden-Störungsdienst.


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