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GMÜND. Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte der ÖGB Waldviertel Nord über die neue Kampagne „Teilen macht reich - Sparen macht arm“.

beim Start der Kampagne in Gmünd
beim Start der Kampagne in Gmünd

Während in Österreich eine kleine Minderheit immer reicher wird, internationale Konzerne Steuern „sparen“, wird im Sozialbereich wirklich gespart, so die ÖGB-Vertreter. Armutsbetroffene Menschen werden vielfach schikaniert, sie werden zu Selbst-Schuldigen gemacht und schließlich Kürzungen unterworfen, um die Anreize zu erhöhen.

Die Gründe laut ÖGB:

-Während die Lohnquote fällt, steigt die Arbeitslosigkeit.

- Mehr Arbeitsplätze bedeuten nicht mehr Arbeit: Die neuen Arbeitsplätze sichern oft nicht mehr die Existenz: der Anteil an sogenannten Aufstockern bei der Mindestsicherung (zu einem Einkommen) beträgt zwei Drittel!

- Sparen bei diesen Menschen (wie derzeit quer durch Österreich passiert), schädigt die Wirtschaft durch Kaufkraftverlust. Länder mit Existenzsichernden Sozialleistungen haben bessere Wirtschaftsdaten.

- Eine hohe Arbeitslosigkeit ermöglicht mehr Auswahl für Unternehmen. Die Kosten werden auf die Allgemeinheit übertragen. So sind die Krankheitskosten im Bereich der arbeitssuchenden Menschen um bis zum 3-fachen angestiegen.

Man zog auch einen Verlgeich mit der Bibel: „Keine andere Erzählung kommt in den Evangelien so oft vor wie die der Brotvermehrung: Alles auf den Tisch, jede/r nimmt sich was sie/er braucht – und trotzdem bleibt noch genug übrig.“ Es sei genug für alle da, aber die Verteilung ist extrem ungerecht. Der Einkommenszuwachs der reichsten ist größer als das Wirtschaftswachstum, damit gibt es eine ganz klare Umverteilung von unten nach oben.

„Wir sind der Überzeugung, dass Sparen arm macht, denn es teilt die Gesellschaft und schließt Menschen vom gesellschaftlichen Leben aus. Teilen hingegen macht reich!,“ so Karl Immervoll von der Betriebsseelsorge Oberes Waldviertel und ÖGB-Regionalsekretär Reinhold Schneider.


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