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Wanderweg war gesperrt: Niederösterreicherin (69) auf der Katrin abgestürzt

Online Redaktion, 14.04.2024 18:50

BAD ISCHL/ BEZIRK GMUNDEN. Das schöne Wetter treibt die Menschen auf die Berge des Salzkammergutes, für die Rettungskräfte bedeutet das: viel Arbeit. Diese wäre manchmal vermeidbar; zum Beispiel indem man gesperrte Wege nicht begeht. Das zeigt das Beispiel einer Niederösterreicherin (69).

Gipfelkreuz auf der Katrin (Foto: Spitzi-Foto/stock.adobe.com)
Gipfelkreuz auf der Katrin (Foto: Spitzi-Foto/stock.adobe.com)

Die Frau wanderte am Sonntag mit ihrer Tochter auf der Katrin Alm von der Bergstation kommend auf dem markierten Wanderweg Richtung Elferkogel. Im Bereich der zweiten Seilversicherung hielt sie sich mit einer Hand am dortigen Stahlseil fest. Sie stieg mit dem linken Fuß etwas tiefer und rutschte dabei  vermutlich auf einem losen Stein aus. Folglich verlor sie das Gleichgewicht und stürzte etwa zehn Meter das unwegsame Gelände unterhalb des Wanderwegs hinunter. Sie erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und musste vom Notarzthelikopter mittels Tau gerettet werden. Zwei nachkommende unbeteiligte Wanderer setzten telefonisch die Rettungskette in Gang. „Der Weg war im dortigen Bereich schneefrei, dennoch gelten die Wanderwege aktuell als gesperrt und dieser Status ist an der Katrin-Bergstation deutlich kundgemacht. Die 69-Jährige wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Salzkammergut Klinikum Bad Ischl gebracht“, berichtet die Polizei. 

Freund musste Sturz mitansehen

Manchmal hilft aber selbst die beste Vorbereitung und Ausrüstung nichts: Im Dachsteingebirge etwa musste ein 47-Jährieger mitsansehen, wie sein Freund abstürzte. Die beiden Männer, erfahrene Bergsteiger aus dem Bezirk Gmunden, 47 Jahre und 49 Jahre alt, bestiegen am Sonntag den Torstein im Dachsteingebirge. Die beiden gut ausgerüsteten Sportler starteten ihre Tour in den frühen Morgenstunden vom Vorderen Gosausee zuerst zu Fuß bis auf ca. 1600 Meter Seehöhe. Ab dort war die Schneedecke erstmals geschlossen und die zwei konnten mit ihren Tourenskiern weiter Richtung Tagesziel aufsteigen. Ihr Weg führte sie durch die anspruchsvolle und steile Torstein-Eisrinne auf den knapp 3000 Meter hohen Gipfel, welchen sie am späten Vormittag erreichten.

Während der 47-Jährige die Steilrinne mit den Skier bergab fuhr, entschloss sich sein Freund zu Fuß abzusteigen. Wenige Meter oberhalb der sehr schmalen Schlüsselstelle stürzte der 49-Jährige rund 300 Meter weit durch die Rinne ab. Der etwas unterhalb stehende Skifahrer wurde durch seinen unkontrolliert stürzenden Freund beinahe mitgerissen und musste den Unfall unmittelbar mitansehen. Er leistete seinem kurzzeitig bewusstlosen Freund Erste Hilfe und verständigte die Einsatzkräfte. Der verletzte Mann konnte vom alarmierten Notarzthubschrauber an der Unfallstelle per Tau gerettet und nach Salzburg ins Krankenhaus geflogen werden. 


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