Übung im Zementwerk Hatschek: Kranschaufel stürzt auf Auto
GMUNDEN. Ein außergewöhnliches Übungsszenario beschäftigte am Freitag die Betriebsfeuerwehr Hatschek und die FF Altmünster: Angenommen wurde ein technischer Defekt an einem Portalkran, bei dem ein Seil riss und die mehrere Tonnen schwere Kranschaufel auf einen Pkw mit zwei Insassen stürzte. Gleichzeitig erlitt der Kranfahrer einen Herzanfall und war in seiner Fahrerkabine eingeschlossen.

Vorbereitet wurde die Übung von den Kameraden der Betriebsfeuerwehr Hatschek. Der Einsatzleiter und Kommandant der Betriebsfeuerwehr, Harald Grünfelder, betonte: „Ein solcher Unfall kann im Werk Gmunden aufgrund der vorhandenen Sicherheitseinrichtungen nicht passieren.“ Dennoch sei es wichtig, auch außergewöhnliche Szenarien realitätsnah zu beüben, um im Ernstfall rasch und sicher handeln zu können.
Die Alarmierung der Altmünsterer Kameraden erfolgte um 18.30 Uhr. Erst zu diesem Zeitpunkt erfuhren die Einsatzkräfte die genaue Lage. Kurz darauf rückten sie zum Einsatzort im Betriebsgelände in Gmunden aus.
Kranschaufel ist vier Tonnen schwer
Am Einsatzort galt es zunächst, die rund vier Tonnen schwere Kranschaufel zu sichern und stabilisieren. Aufgrund des hohen Gewichts und der beengten Platzverhältnisse stellte diese Maßnahme eine besondere Herausforderung dar. Erst nach der Stabilisierung konnte der Rettungstrupp gefahrlos zu den eingeschlossenen Personen vordringen.
Parallel dazu übernahm die Besatzung der Teleskopmastbühne die Rettung des erkrankten Kranfahrers aus der Höhe. Dieser Teil der Übung konnte rasch und erfolgreich abgeschlossen werden.
Deutlich aufwändiger gestaltete sich die Rettung der beiden Fahrzeuginsassen. Bei vergleichbaren Ernstfällen würden zusätzlich die Feuerwehren Pinsdorf und Wiesen mitalarmiert.
„Großartige Übung“
Nach Abschluss der anspruchsvollen Rettungsarbeiten folgte direkt am Übungsort eine ausführliche Nachbesprechung. Christian Gruber, Kommandant der FF Altmünster, der als Maschinist selbst an der Übung beteiligt war, zog ein positives Resümee: „Kein alltägliches Szenario, sehr lehrreich und interessant dargestellt. Ein Szenario, das wir in dieser Form nicht kennen. Super Sache, großartige Übung.“
Auch die Rückmeldungen der eingesetzten Mannschaften fielen durchwegs positiv aus. Ein Teilnehmer der FF bezeichnete die Übung als „anspruchsvoll und professionell vorbereitet“.
Der Dank der Feuerwehren gilt der Geschäftsleitung von Rohrdorfer Zement, die diese umfangreiche und realitätsnahe Übung ermöglichten.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden