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Ein „geschenktes“ Meisterwerk für Gmunden: „Musica Gratia“ führt Mozarts Requiem auf

Daniela Toth, 23.03.2017 09:16

GMUNDEN. Aus Dankbarkeit dafür, dass Musik ihr Leben so bereichert, schenken Heidelinde und Günther Schaller auch heuer wieder den Gmundnern ein hochkarätiges klassisches Konzert. Das Ensemble „Musica Gratica“, vier Gesangssolisten und der Chor „Singfoniker in f“ bringen am Samstag, 25. März, in der Kapuzinerkirche Mozarts Requiem zur Aufführung.

Singfoniker in f in der Kapuzinerkirche Foto: Josef Aigner
Singfoniker in f in der Kapuzinerkirche Foto: Josef Aigner

Wolfgang Amadeus Mozarts von Mythen umranktes Requiem (KV 626) ist das letzte Werk des Genies. Im berührenden „Lacrimosa“ stehen angeblich die letzten Takte, die er bereits todkrank selber zu Papier brachte. Alles Weitere an der Seelenmesse hat Mozarts Schüler Franz Xaver Süßmayer aus Skizzen des Meisters vervollständigt. Mozart dürfte gespürt haben, dass er trotz seiner 35 Jahre nicht mehr lange zu leben hat. Es könnte sein eigenes Requiem werden, soll er gesagt haben.

Musik als Geschenk

Mozarts Requiem ist eines der berührendsten Werke für Herlinde und Günther Schaller, die auch heuer damit fortfahren, ihrer Heimatstadt Gmunden die Aufführung eines klassischen Meisterwerkes zu schenken – aus Dankbarkeit dafür, dass die Musik ihr Leben bereichert wie kaum etwas anderes. Sie führen es mit vier Gesangssolisten, ihrem Ensemble „Musica Gratia“ und dem Chor Singfoniker in f in der Kapuzinerkirche auf – bei freiem Eintritt.

Das Einleitungsstück, Mozarts Adagio und Fuge für Streicher (KV 546), komponierte Mozart ursprünglich für zwei Klaviere. Erst später setzte er es für Streichorchester, doch erlebte er eine Aufführung dieser Fassung, wie man sie in Gmunden zu hören bekommen wird, selbst nicht mehr.

Spezieller Klang durch alte Instrumente

„Musica Gratia“ wird diesmal ähnlich klingen wie ein Orchester zu Mozarts Lebzeiten. Das Ensemble verwendet nur alte oder nachgebaute Instrumente. Zu hören sind zwei Bassetthörner, für Mozart typische Holzblasinstrumente, eine „hohe“ Posaune im „tuba mirum“ und eine transportable Orgel, wie sie der Aufführungspraxis dieser Zeit entsprach.

So wie in den Vorjahren liegt die musikalische Leitung bei Karl Lohninger, der mit seinem international geschätzten und mehrfach ausgezeichneten Attergauer Chor „Singfoniker in f“ gastiert.

Als Gesangssolistinnen und Solisten agieren: Ursula Langmayr, Sopran, Christa Ratzenböck, Alt, Virgil Hartinger, Tenor und Martin Achrainer, Bass.

Termin: Samstag, 25. März, 19.30 Uhr, Kapuzinerkirche Gmunden; freiwillige Spenden

P.S. 2018 ist die Aufführung von Mozarts c-moll-Messe geplant.


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