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WOLFGANGSEE. Was wäre eine Wandertour ohne kulinarische Einkehr? Beim „Herbstgenuss 2020“ im September und Oktober laden die Gastgeber rund um den Wolfgangsee zu feinen kulinarischen Schmankerln und verwöhnen Wanderer und Gourmets mit herbstlichen Genüssen.

Die schönen Seiten des Lebens in herrlicher Natur genießen. Fotos: WTG/Hörmandinger
Die schönen Seiten des Lebens in herrlicher Natur genießen. Fotos: WTG/Hörmandinger

Es ist dieses ganz besondere Licht, das die Herbsttage golden schimmern lässt. Die Wälder wechseln langsam ihr Kleid, Libellen tanzen im Gegenlicht und die türkisgrünen Tiefen des Wolfgangsees erinnern an die letzten heißen Tage. In keiner anderen Jahreszeit ist die Fernsicht so klar und die Sehnsucht so groß: Der Sommer ist vorüber und die Tage werden kürzer. Nun gilt es, jeden einzelnen Sonnentag in vollen Zügen auszukosten. Nun heißt es: Einfach nur auf einem Gschmå-Platzl sitzen und ins Blaue schauen: auf den funkelnden See oder in den weiten Himmel. Es ist Herbst am Wolfgangsee und damit Zeit für den großen Genuss.

Genuss am Berg und im Tal

Während Ende September die Kühe, Schafe und Ziegen schon vielfach von den Almen ins Tal getrieben werden, bleiben die Hütten rund um den Wolfgangsee noch geöffnet. Es wird aufgekocht, was der Herbst hergibt und bis der Holzofen glüht. Nun stehen Wildgerichte, geräucherter Fisch, Knödelvariationen, Pilzgröstl und Süßspeisen mit Beeren und Obst aus dem Garten wie Strudel und Pofesen auf den Speisekarten. 

Freitag Pofesentag

Im Rahmen des „Herbstgenuss 2020“ können sich Wanderer durch die Berge und die Woche schlemmen: Die Gastgeber bieten an ausgewählten Tagen ganz besondere Spezialitäten an. So etwa gibt“s täglich Wildkäsekrainer und Bauernkrapfen. Unter der Woche werden dann Kaspressknödel, Mostbratwürstel, Bauernkrapfen, verschiedene Strudel oder Topfenpalatschinken angeboten. Erdäpfelröster mit Spiegelei oder unterschiedliche Leberkässorten um nur einige zu nennen. Eine Auflistung aller Spezialitäten finden Sie in der Broschüre „Herbstgenuss am Wolfgangsee“. Am Ende der Woche sollte man sich jedoch nicht wundern, dass die Wanderhose straffer sitzt als bisher.

Grenzenlos Wandern am Wolfgangsee

Die Region rund um den Wolfgangsee gilt als das „Tor zum Salzkammergut“ und ist ein Wanderparadies par excellence. Zu den bekanntesten Wanderzielen zählen der markante Schafberg bei St. Wolfgang und das Zwölferhorn in St. Gilgen mit seinen vielen Almhütten: Mit der Schafbergbahn lässt sich der Auf und Abstieg ganz bequem bewältigen. Ab Ende Oktober wird auch die nagelneue Zwölferhorn Seilbahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. Die Postalm bei Strobl ist das größte zusammenhängende Almengebiet Österreichs mit zahlreichen Routen, Wanderwegen und sogar Klettersteigen. Ebenfalls ein Fixpunkt am Wolfgangsee ist der „Salzkammergut Berge Seen eTrail“ mit einer Gesamtlänge von 634 Kilometern.

Die Wunschglocke am Falkenstein

Eine besonders schöne und geschichtsträchtige Wanderung ist jene von St. Gilgen über den Falkenstein nach St. Wolfgang oder umgekehrt. Schon im Mittelalter pilgerten Wallfahrer aus ganz Europa über diesen Weg nach St. Wolfgang: Der Ort galt seit dem 14. Jahrhundert als viertwichtigster Wallfahrtsort Europas. Wer die Falkensteiner Kapelle passiert, sollte unbedingt die Wunschglocke läuten: Erklingt sie dreimal, geht der Wunsch in Erfüllung.

Das Gschmå-Platzl und die Schifffahrt

Unweit dieser Kapelle befinden sich auch zwei der insgesamt neun Gschmå-Platzln, die es rund um den Wolfgangsee gibt. Eines schöner als das andere: Große Holzbänke laden zum Verweilen und Rasten ein, bevor es zur nächsten Einkehr geht. Denn nicht nur auf den Almen, auch im Tal frönt man dem Motto „Herbstgenuss“: Mit Wildwochen in den Gasthöfen und feinen Köstlichkeiten aus der Region in den Jausenstationen und Restaurants. Besonders praktisch: Die Flotte der Wolfgangsee Schifffahrt verkehrt bis Ende Oktober, sodass eine bequeme Rückfahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung gewährleistet ist.


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