Die Aufmerksamkeit auf Gleichberechtigung lenken
EBENSEE. Unter dem Motto: „(Wie lange) müssen wir uns noch für Gleichberechtigung einsetzen oder haben wir den Gipfel der Emanzipation bereits erreicht? (Wie lange) bist du Feminist:in?“ findet im Rahmen der Kulturhauptstadt 2024 ein Workshop der Künstlerin Katharina Cibulka in der Modeschule Ebensee statt.

SOLANGE ist ein interaktives und partizipatives Kunstprojekt der Künstlerin Katharina Cibulka im öffentlichen Raum, das sich zum Ziel setzt, feministische Forderungen großformatig sichtbar zu machen. Mit Kabelbindern und besticktem Tüll versehene Gerüstnetze dienen als Fassadenverhüllungen auf Baustellen rund um die Welt. Dieses Projekt, das die Aufmerksamkeit auf die Gleichberechtigung der Geschlechter lenkt, hat seinen Ursprung in zahlreichen Gesprächen rund um das Thema Feminismus und dem Hinterfragen gesellschaftlicher Machtstrukturen.
„Solange ... bin ich Feministin“
Das Herzstück von SOLANGE sind Slogans, die mit „Solange...“ beginnen und mit „...bin ich Feminist:in“ enden. Diese Sätze werden in pinkem Tüll im Kreuzstich auf Staubschutznetze gestickt und an Baugerüsten befestigt. Die provokante Spannung ergibt sich aus der Konfrontation zwischen traditionell weiblichen Handwerkskünsten und der männerdominierten Baustellenumgebung. Hier bricht die Künstlerin bewusst mit binären Geschlechtsvorstellungen und schafft Brücken zwischen allen Geschlechtern.
Bewusstsein von Geschlechtergerechtigkeit schärfen
Das Projekt SOLANGE ruft zur Teilnahme am Donnerstag, 12. Oktober ab 10.30 Uhr auf und lädt gemeinsam mit der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 alle Interessierten dazu ein, sich aktiv einzubringen. Es ist eine Gelegenheit, feministische Anliegen in die Öffentlichkeit zu tragen und das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Geschlechtergerechtigkeit zu schärfen.
Kunst kann eine starke Plattform sein
Die Fassadenverhüllungen von SOLANGE werden nicht nur zu einem visuellen Spektakel auf Baustellen weltweit, sondern auch zu einem kraftvollen Statement für die Gleichstellung der Geschlechter und die Überwindung von traditionellen Rollenklischees. SOLANGE zeigt, dass Kunst im öffentlichen Raum eine starke Plattform sein kann, um gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen und den Weg zu mehr Chancengleichheit für alle Geschlechter zu ebnen.


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