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GMUNDEN/BAD ISCHL/VÖCKLABRUCK. Kürzlich schlugen die Verantwortlichen an der Klinik Innsbruck Alarm: Weil Anästhesisten fehlen, müssen Operationen entfallen, und es kommt zu längeren Wartezeiten. In den Spitälern des Salzkammergut Klinikums gibt es „akut keine derartigen Probleme“, das Personal ist aber auch hier knapp.

„Natürlich spüren auch wir den Mangel – wie alle Häuser“, betont der Ärztliche Leiter des Salzkammergut Klinikums, Tillmann Königswieser. Und dieser bestehe nicht nur bei den Anästhesisten, sondern verteilt über alle Abteilungen. Insgesamt könnten in den drei Häusern des Klinikums in den letzten Jahren durchschnittlich 20 bis 30 der 400 Arztstellen nicht besetzt werden. Zusätzlich würden durch das seit Jahresanfang geltende Ärztearbeitszeitgesetz etwas mehr Ärzte benötigt.

Wartezeiten „ähnlich wie früher“

Trotz dünner Personaldecke könne der Betrieb in den Operationssälen des Salzkammergut Klinikums derzeit ohne größere Einschränkungen aufrechterhalten werden. „Akutfälle werden sofort behandelt, bei geplanten Operationen sind die Wartezeiten ähnlich wie früher“, erklärt Königswieser. Natürlich werde nicht immer in allen 18 Sälen gleichzeitig gearbeitet, „man braucht ja auch zum Beispiel immer noch Kapazitäten für Akutfälle“, so der Ärztliche Leiter des Klinikums. Die Anzahl der Operationen sei jedenfalls nicht zurückgegangen sondern würde sogar leicht ansteigen. „Wir haben ein sehr gutes OP-Management. Wir setzen keine Operation an, wenn nicht auch ein Anästhesist zur Verfügung steht“, so Königswieser. Er schließt jedoch nicht aus, dass es in Zukunft zu Problemen kommen könnte: „Viel darf nicht passieren: Wenn das Personal knapp ist, können beispielsweise längere Krankenstände zu Schwierigkeiten führen.“


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