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GMUNDEN/SALZBURG/KELSTERBACH. Die makaberen Funde im Bereich „Unterm Stein“ beschäftigen nun die deutsche Staatsanwaltschaft, von österreichischer Seite sind die Ermittlungen weitgehend abgeschlossen. Nach Klärung der Todesursachen wurden die kurz nach Neujahr im Traunsee gefundenen Leichen eines deutschen Ehepaares nun zur Bestattung freigegeben.

Foto: Hörmandinger
Foto: Hörmandinger

Der Ablauf der Tag gilt mittlerweile als geklärt. Anton Sch. tötete seine Ehefrau Hildegard im gemeinsamen Haus im deutschen Kelsterbach. Er fuhr mit der zerstückelten und aus zwei Koffer verteilten Leiche im Gepäck am 30. Dezember nach Gmunden und mietete sich unter falschem Namen in einem Gasthaus ein. Er warf die beiden Koffer  im Bereich „Unterm Stein“ in den Traunsee und fuhr anschließend mit seinem Auto nach Salzburg, wo er in einem Hotel eincheckte. Er ließ sein Auto, einen blauen Opel Corsa, in der Salzburger Innenstadt zurück und fuhr am 2. Jänner mit dem Zug wieder zurück nach Gmunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich in der Nacht auf den 3. Jänner, also noch vor dem Fund der ersten Leichenteile, im Traunsee selbst das Leben nahm. Es gebe nach wie vor keine Hinweise auf eine dritte beteiligte Person. Beide Leichen wurden mittlerweile von der Polizei freigegeben.

Finanzielle Notlage als Auslöser der Tat?

Die Ermittlungen zu den weiteren Hintergründen der Tat werden von der Staatsanwaltschaft Darmstatt geleitet. Laut deren Sprecherin Nina Reininger finden derzeit die Befragungen der Angehörigen statt. Von Bekannten in Kelsterbach wird das seit 50 Jahren verheiratete Paar als sehr gesellig, humorvoll und engagiert geschildert, Anton Sch. war als Präsident im örtlichen Karnevalsverein aktiv und hatte als solcher auch einmal einen mehrtägigen Gruppenausflug nach Altmünster organisiert. Medienberichte über Spielschulden des Paares wollte Staatsanwältin Reininger nicht bestätigen, im Umfeld des Paares gab es jedoch Gerüchte über eine finanzielle Notlage.


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