„Gestatten, Muslim“: Mit Rosen unterwegs, um Vorurteile abzubauen
GMUNDEN. Mit Rosen und Informationsflyern in der Hand gingen junge Muslime am Rathausplatz auf Passanten zu, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Initiative war Teil des europaweiten Aktion „Gestatten, Muslim“ zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Moslems.

Studien belegen, dass ist die Fremdenfeindlichkeit dort am größten ist, wo es den wenigsten persönlichen Kontakt gibt. Dem wollten die Muslime mit ihrer Aktion entgegen wirken, so Ibrahim Sahin, Sprecher des Vereins ALIF Vorchdorf (Austria Linz Islamische Föderation), der die Aktion in Gmunden durchführte: „Wir haben mit über 200 Mitbürgern gesprochen. So hatten wir die Möglichkeit, Begegnungen zu schaffen und einander besser kennen zu lernen. Wir hatten sehr positive Rückmeldungen.“ Nur wenige der Angesprochenen seien einfach vorbeigegangen, die meisten hätten die Rose und das Gespräch angenommen.
Die vorwiegend freundlichen Reaktionen kamen übrigens auch für die jungen Muslime etwas unerwartet: „Obwohl in den Medien sehr viel Negatives über den Islam berichtet wird und immer wieder Islam mit Terror in Verbindung gebracht wird, gibt es dennoch sehr viele Menschen, die keine Vorurteile haben. Das hat uns positiv überrascht“, so Sahin.
Neben Gmunden waren in OÖ auch in Steyr, Freistadt, Linz, Wels, Perg, Traun und Vöcklabruck junge Muslime unterwegs, europaweit wurde die Aktion für ein besseres Miteinander in acht Ländern durchgeführt und erreichte 130.000 Menschen.


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