Nostalgiefahrten durch Gmunden: Straßenbahn wird 125 Jahre alt

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Tram 1894 Foto: Stern & Hafferl Verkehr
Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 27.08.2019 07:52 Uhr

GMUNDEN. Mit einem Fest am Rathausplatz wird am Samstag, 31. August, das 125. Jubiläum der von Stern und Hafferl betriebenen Gmundner Straßenbahn gefeiert. Mit einer Streckenneigung von exakt zehn Prozent zählt sie nach wie vor zu den steilsten Adhäsionsbahnen der Welt.

Für den Festakt anlässlich des 125. Jahrestages ist am Rathausplatz ein vielfältiges Programm geplant, das um 9 Uhr früh beginnt.

Die Besucher können zum Beispiel nostalgische Fahrten mit Oldtimer-Trams und Bussen unternehmen. Die Zeitreise mit dem offenen Sommerwagen GM 100 (1898) oder dem Jugendstiltriebwagen GM 5 (1911) geht von der Haltestelle Gmundner Keramik durch das Stadtzentrum weiter zum ätesten Bahnhof auf dem europäischen Kontinent – nach Engelhof. Dort angekommen, können die Fahrgäste die Ausstellung „Von der Pferdeeisenbahn zur Traunseetram“ besuchen. Als besonderes Extra für die kleinen Gäste spielt das Gmundner Kino zwischen 11 und 16 Uhr Kinderfilme zum Thema Eisenbahn.

Seit 1894 in Betrieb

Im August des Jahres 1894 wurde mit vier Motorwagen, die teilweise auch zur Gepäckbeförderung eingerichtet waren, der Betrieb der ersten Gmundner Straßenbahn auf der Linie Rudolfsbahnhof (heute Hauptbahnhof) – Rathausplatz aufgenommen. Die Überwindung des Höhenunterschiedes von 60 Metern machte die Trassenführung nicht gerade einfach. Die beiden Weltkriege überstand die Tram ohne größere Schäden.

Im Jahre 1975 verursachte die Verlegung der Endstation aus dem Zentrum weg zum Franz-Josef-Platz einen Frequenzeinbruch.1992 wurde der Gmundner Verkehrsverbund eingerichtet, in dem der Straßenbahn die tragende Rolle des Zubringers zum ÖBB-Bahnhof in Abstimmung mit den neuen Stadtbuslinien zukommt.

Kleinste Bim der Welt

Im September 2018 wurde die Straßenbahn zur „Traunsee­tram“ und verbindet seither die Gemeinden Vorchdorf, Kirchham, Gschwandt und Gmunden. Dass die Tram aber vor der Erweiterung mit nur 2,3 Kilometer Streckenlänge, fünf Triebwagen und fünf Mann Personal als kleinster elek­trischer Straßenbahnbetrieb der Welt galt, wissen nur die Wenigsten.

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