Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

GMUNDEN. Bei den gestrigen Sprengarbeiten im Bereich des Traunstein-Felssturzes wurde ein 300 Tonnen schwerer Fels erfolgreich zertrümmer. Der Fels hatte, gemeinsam mit zwei weiteren Felsen, das Bachbett neben der Forststraße verlegt - was bei Starkregen den Bestand der Straße gefährden hätte können. 

Foto: Günter Moser
  1 / 2   Foto: Günter Moser

Die Aufarbeitung der im Bett des Lainaubaches liegenden Felsbrocken hat für die Österreichische Bundesforste AG oberste Priorität, da bei Starkregen diese zu einer Verklausung des Lainaubaches führen könnten. Das hätte zur Folge, dass sich das Wasser in diesem Bereich einen neuen Lauf suchen wird und dabei unter Umständen die Forststraße aus- oder überschwemmen und damit unbenützbar machen könnte. Die Straße ins Lainautal ist nicht nur eine beliebte Wanderstrecke, sondern in erster Linie Lebensader für die gesamte Forstwirtschaft im Bereich Mair Alm und Karbach.

Felsen sollen Uferbefestigung verstärken

Der erste und größte Felsen wurde bereits gestern mittels 15 Kilogramm Gelatine-Sprengstoff in zertrümmert. Die beiden anderen sollen bald folgen. Das so gewonnene Kleinmaterial wird für die Uferbefestigung des Lainaubaches verwendet, die die Straße in diesem Bereich auf rund 80 Meter stützen und auch dazu beitragen soll, dass bei weiteren Felsstürzen in diesem Bereich das Gestein dort zum Stillstand kommt.

Das übrige Gestein wird umweltschonend auf kurzem Weg taleinwärts zu einem Zwischenlager imsogenannten Hauergraben transportiert. In der Zeit der Aufräumarbeiten, wird die Lainautal- Forststraße und der umliegende Gefahrenbereichweiterhin als Sperrzone geführt. Eine Entwarnung wird es frühestens nach einer weiteren Begutachtungnach den Arbeiten geben.

Umfangreiche Analysen

Dass die Arbeiten schon jetzt beginnen können, stützt sich vor allem auf das Ergebnis der vom Geologen Günter Moser durchgeführten dreidimensionalen Geländebegutachtung. Mittels Drohne, Peilgerät und Computer wurde eine „Lageaufnahme“ durchgeführt und ein animierter Geländescan berechnet. Dieses zeigt, dass im Fall eines weiteren Felssturzes das herabstürzende am Rande des derzeitigen Geröllfeldes zu Liegen kommen. Es gebe daher gegen einen Beginn der Aufräumarbeiten, unter Einhaltung verschiedener Sicherheitsregeln, keine gravierenden Bedenken.

Ein von Günter Moser mit einer Drohne aufgenommenes Video zeigt die gestrige Sprengung: 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Große Herbstübung der Kirchhamer Feuerwehren

Große Herbstübung der Kirchhamer Feuerwehren

KIRCHHAM. Menschenrettung und Brandbekämpfung standen im Mittelpunkt der alljährlichen Herbstübung der Feuerwehr Kirchham und der Feuerwehr ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Salzkammergut Tourismus: 100 Mitarbeiter auf gemeinsamer Entdeckungstour

Salzkammergut Tourismus: 100 Mitarbeiter auf gemeinsamer Entdeckungstour

SALZKAMMERGUT. Schifffahrt, Bergwanderung und Brauereibesuch. Rund 100 Mitarbeiter der neuen Salzkammergut Tourismus Marketing GmbH erlebten ...

Tips - total regionalThomas Leitner
40 Jahre ÖGK Gesundheitszentrum Tisserand in Bad Ischl

40 Jahre ÖGK Gesundheitszentrum Tisserand in Bad Ischl

BAD ISCHL. Das Gesundheitszentrum Tisserand der Österreichischen Gesundheitskasse besteht seit 40 Jahren am heutigen Standort in Bad Ischl. ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
55. Obertrauner Seniorenfahrt führte zum Grundlsee

55. Obertrauner Seniorenfahrt führte zum Grundlsee

OBERTRAUN. Die Gemeinde Obertraun lud am ersten Oktoberwochenende zum 55. Mal zur Seniorenfahrt ein. Ziel des gemeinsamen Ausflugs war das oberhalb ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Bahnhof Ebensee: Historisches Gebäude weicht moderner Bahnstation

Bahnhof Ebensee: Historisches Gebäude weicht moderner Bahnstation

EBENSEE. Ein Bahnhof verschwindet nach fast 150 Jahren. In Ebensee sorgt der Abriss des historischen Gebäudes für Unmut. Auch ein fehlendes ...

Tips - total regionalThomas Leitner
Dekanat Bad Ischl startet Pfarrstrukturreform

Dekanat Bad Ischl startet Pfarrstrukturreform

BAD ISCHL. Mit einer Auftaktveranstaltung im Pfarrsaal Bad Ischl hat das Dekanat Bad Ischl die Vorbereitung auf die neue Pfarrstruktur begonnen. ...

Tips - total regionalBarbara Gröstlinger
Weitere Beiträge