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BEZIRK GMUNDEN. Geschlossene Geschäfte, „Notbetrieb“ in Kindergärten und Schulen und leere Plätze: Das Corona-Virus und seine Auswirkungen sind für alle massiv spürbar.

Üblicherweise sind Franz Josef-Platz und Esplanade an einem sonnigen Sonntagnachmittag gut besucht – dieses Mal zeigte sich ein ganz anderes Bild. Foto: Leitner

Nachdem am Wochenende der erste Fall einer Coronavirus-Infektion im Bezirk bekannt wurde, sind die Zahlen weiter gestiegen. Aktuell liegt die Zahl bei zehn Fällen (das Land Oberösterreich veröffentlicht mehrmals täglich eine aktuelle Liste). Die Aufrufe der Politiker, zu Hause zu bleiben, werden von der Bevölkerung im Bezirk großteils mitgetragen.

„Hände waschen und Abstand halten“

Bezirkshauptmann Alois Lanz bittet als Gesundheitsbehörde erster Instanz, die aktuellen Vorgaben zu den sozialen Einschränkungen einzuhalten: „Ich kann nur wiederholen: Hände waschen und Abstand halten“, so Lanz. Ebenso wie auf den Gemeindeämtern, aber auch bei anderen Institutionen wie etwa dem AMS, werden die direkten Kontakte so weit als möglich eingeschränkt. Ein Krisenstab in der Bezirkshauptmannschaft beurteilt laufend die aktuelle Lage.

Während der Lebensmittelhandel und Geschäfte des täglichen Bedarfs weiterhin geöffnet haben, sind Bars, Lokale und Fachgeschäfte, aber auch die Altstoffsammelzentren derzeit geschlossen.

Aufregung gab es am Wochenende um einen Gmundner Barbetreiber, der vor der Schließung zu einer „Corona-Closing-Night“ mit Aktionspreisen lud.

Sozialmarkt schließt

Bis 5. April ebenfalls geschlossen ist der Gmundner Sozialmarkt: „Fast alle unserer Mitarbeiter sind über 65 Jahre alt und gehören damit zur Hochrisikogruppe“, erklärt Obfrau Walpurga Hackmair.

Das Institut Balance (Institut für Psychotherapie, Kinderschutzzentrum und Familienberatungsstelle) bietet „aufgrund der aktuellen Lage“ von Montag bis Freitag telefonische Beratung von 9 bis 12 Uhr an (07612/70739).

Tipp: Alle Tips-Berichte rund um das Corona-Virus gibt es unter www.tips.at/coronavirus


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