Polizei im Salzkammergut zeigt verstärkte Präsenz

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Thomas Leitner Thomas Leitner, Tips Redaktion, 02.04.2020 15:43 Uhr

GMUNDEN. Nach Verordnung der neuen Corona-Maßnahmen für das Salzkammergut zeigt die Polizei bereits verstärkte Präsenz, um den Tagestourismus zu unterbinden. 

Anfang der Woche kündigte Landeshauptmann Thomas Stelzer für das Salzkammergut verstärkte Polizeikontrollen an. „Ich weiß, dass das schöne Frühlingswetter zu Ausflügen und zu Spaziergängen in unsere wunderschöne Landschaft einlädt und dass viele Familien in einer Wohnung ohne Garten leben. Aber es kann nicht sein, dass die Regierung einerseits Ausgangsbeschränkungen verhängt, um große Menschenansammlungen zu verhindern und gleichzeitig Menschenmassen durch das Salzkammergut wandern. Stehen wir das jetzt gemeinsam durch, dann können wir nach einer Phase des Verzichts unsere wunderschöne Landschaft wieder in vollen Zügen genießen“, sagt Stelzer. 

Polizei im Salzkammergut zeigt Präsenz

Mit dem Grundgedanken, die Menschen daran zu erinnern, zu Hause zu bleiben, startete die Polizei in Gmunden ihre erste große Schwerpunkt-Aktion um mit dieser Maßnahme den ausufernden Tagestourismus im Salzkammergut zu unterbinden. Aus diesem Grund wird es in der nächsten Zeit immer wieder Straßensperren mit Kontrollen an wechselnden Standorten im gesamten Bezirk geben. Das Hauptaugenmerk wird dabei vor allem auf „nicht heimische“ Kennzeichen gelegt.

„Gerade jetzt ist es wichtig Freizeitunfälle zu verhindern, denn auch die Rettungskette funktioniert derzeit nicht so wie gewohnt“, sagt Bezirkspolizeikommandant Gerhard Steiger und ergänzt: „wenn der Ausflugsverkehr zunimmt und die Leute an den Hotspots mehr werden, können die Abstände nicht mehr gewährleistet werden.“

Eingeschränkte Parkmöglichkeiten

Zudem sind ab sofort auch Teile einiger Parkplätze im Bezirk Gmunden gesperrt. So etwa beim Langbathsee und Offensee in Ebensee, fünf Parkplätze beim Gosausee und in der Umgebung Gosau, sowie der Parkplatz bei der Bräuwiese in Traunkirchen. Auch die touristischen Beteiligungen der OÖ Landesholding haben das Parkplatzangebot und den Zugang zu Wanderwegen stark einschränken. Dies umfasst die Parkplätze der OÖ Seilbahnholding in Ebensee am Feuerkogel, Obertraun-Krippenstein und Gosau-Hornspitzbahn. 

Heimische Bevölkerung hält sich an Beschränkungen

„Die Menschen halten sich bei uns sehr an die Beschränkungen. Nur ein geringer Prozentsatz setzt sich darüber hinweg. Man merkt aber sehr stark, dass die Leute in dieser Krise zusammenhalten und sehr viele einsichtig mit den Maßnahmen umgehen“, freut sich Bezirkspolizeikommandant Gerhard Steiger. 

 

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Kommentare

  1. Michael Korntner
    Michael Korntner03.04.2020 11:34 Uhr

    Zweierlei Maß - Das ist ja mal wieder typisch, in guten Zeiten sind die Städter willkommen um den Tourismus im Salzkammergut die Taschen zu füllen, aber wenn es darum geht eine Krise zu bewältigen dann bitte nicht kommen! Hoffe es werden sich nach der Krise genug Leute daran erinnern, das sie in schweren Zeiten nicht im Salzkammergut willkommen waren. Spaziergang ist erlaubt und ich denke auch nicht das es eine große Gefahr der Ansteckung gibt, wenn man um die Seen oder Berge wandert.

    • Franz03.04.2020 13:19 Uhr

      Wandern ist erlaubt - Aber nicht das sinnlose fahren mit dem Auto,
      das ist nämlich nicht erlaubt und daher die Kontrollen nur sinnvoll und gut!!!!

    • Anita04.04.2020 07:22 Uhr

      Eingeschränkte Sichtweise - Klare Anweisung lautet: mit dem Auto zur Arbeit und zum Einkaufen! Spaziergänge vom Wohnort weg.
      Eigentlich müsste das für jeden verständlich sein.

    • mOnA06.04.2020 10:53 Uhr

      Gewollt - Die Menschen könnten zu sehr zur Ruhe kommen in der schönen Natur und wenn sie das tun würden worauf sie Lust haben. Sie könnten sich gegenseitig gut tun, zuviel sprechen (ein Abstand dazwischen würde reichen, und trotzdem könnte man sich wunderbar unterhalten). Sie könnten zuviele Dinge hinterfragen. Werden sie zuhause gehalten steigt die Chance, dass die Menschen die Zeitungen lesen und die Zeit vorm Ferneseher verbringen. Und sie sehen wie weit sie gehen können und setzen alles daran, bald "jeden" impfen zu dürfen und gleich einen Chip mit einzusetzen. Dadurch werden wir noch kontrollierbarer. Um so einiges durchzusetzen verbreiten sie Angst und das schwächt. Lasst uns nicht überall mitmachen, ohne zu hinterfragen. Tut nicht alles in dieser Richtung als Verschwörungstheorie ab und informiert euch. Lasst uns unseren gesunden Menschenverstand benützen. Wir wissen insgeheim was gut und richtig ist. Tun wir alles dafür, um unsere gute Energie zu behalten oder aufzubauen und lasst uns diese ausbreiten. Selbstbestimmt statt fremdbestimmt. Das Positive ist immer stärker.

  2. Gerhard Schröder
    Gerhard Schröder03.04.2020 07:46 Uhr

    Sperren erhöhen nur den Druck auf andere Gebiete - Desto mehr Gebiete abgesperrt werden, desto mehr werden die Menschen zusammengedrängt. Das ganze sehe ich sehr kontraproduktiv

    • Margit03.04.2020 13:26 Uhr

      Straßen und Parkplatzsperren - Wenn jeder in seiner näheren Umgebung sich aufhalten würde, auch von dort kann man wandern, wären solche Sperren für permanente Nichtversteher erst gar nicht notwendig!!!

  3. Tom
    Tom03.04.2020 07:10 Uhr

    Gmunden - Warum werden in Gmunden keine Parkplätze gesperrt? Grünberg etc?

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