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GMUNDEN. Mit Ende des Schuljahres 2024/25 wird das Gymnasium Gmunden Ort der Kreuzschwestern (“Pensi“) geschlossen. Die Schüler, die diesen Herbst mit der Ober- oder Unterstufe starten, können diese noch vollwertig abschließen. Kindergarten, Volksschule und Hort bleiben am Standort bestehen und werden auf die Zukunft hin weiter ausgebaut.

Das Gymnasium Ort der Kreuzschwestern "Pensi" wird in wenigen Jahren geschlossen, Kindergarten, Volksschule und Hort bleiben am Standort bestehen und werden ausgebaut. Foto: Gymnasium Ort/Keller

Das traditionsreiche Gymnasium Gmunden Ort kämpft seit längerer Zeit mit schwindenden Schülerzahlen: Während im Schuljahr 2004/05 noch 467 Schüler das Gymnasium besucht haben, sind es im kommenden Schuljahr nur mehr 232. Mit 16 Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr ist ein Tiefststand erreicht.

Verschiedene engagierte Überlegungen zu einer Schulentwicklung mit starken Schwerpunktsetzungen haben in den letzten 15 Jahren leider nicht die notwendigen Früchte in Form von steigenden Anmeldezahlen getragen. Durch die geringere Schülerzahl kann das Gymnasium nicht mehr wirtschaftlich geführt werden. Dem Mitbewerb der zwei weiteren öffentlichen Gymnasien am Standort Gmunden mit einem relativ kleinen Einzugsgebiet war angesichts der demographischen Entwicklung letztlich nicht standzuhalten. Die beiden verbleibenden Gymnasien können den Bedarf an Plätzen weitgehend abdecken.

Generationen von Eltern haben der Schule der Kreuzschwestern seit dem Start im Jahr 1892 das Vertrauen für die Bildung ihrer Kinder gegeben. Absolventen fühlen sich dem Gymnasium weit über den Schulabschluss hinaus verbunden. Die Vorsitzende des Schulvereins der Kreuzschwestern Sr. Maria Dolores Scherrer: „Die Schließung schmerzt uns und wir werden uns um ein gutes Auslaufen kümmern. Von Seiten der Schulleitung und seitens der Geschäftsführung wird alles unternommen, für unsere Schüler einen vollwertigen Bildungsabschluss in Form der Matura bzw. eines Abschlusses der Unterstufe zu ermöglichen. Wer diesen Herbst mit der 5. Klasse beginnt, wird in vier Jahren noch maturieren können.“

„Der Standort der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen wird weiterentwickelt. Zukünftig ist geplant, dem wachsenden Kleinkinderbetreuungsbedarf zu entsprechen und das Angebot zu erweitern. Das bringt eine schrittweise Veränderung am Pensi-Areal mit sich“, weist der Geschäftsführer des Schulvereins, Mag. Christoph Burgstaller, auf die Zukunftsperspektive hin.  

Zur Geschichte:

  • 1890: Beginn der Bauarbeiten
  • 3.9.1892: Start mit einer Volksschulklasse, zwei Bürgerschulklassen und mit einer ersten Klasse eines 3jährigen Fortbildungskurses für höhere Töchter
  • 1904/05: Umbau dieses Fortbildungskurses in eine „Höhere Töchterschule“ nach dem Lehrplan des 6klassigen Mädchenlyzeums
  • 1910: Umwandlung der „Höheren Töchterschule“ in ein 6klassiges Mädchenlyzeum
  • 1914 – 1919: Einzug der Mädchenbürgerschule mit 200 Schülerinnen während des 1. Weltkrieges
  • 1926: Umwandlung des Mädchenlyzeums in ein Reform-Realgymnasium
  • 1933/34: Ausbau des Reform-Realgymnasiums zu einer 8-klassigen Mädchen-Mittelschule
  • 1938 – 1945: Im Haus waren abwechselnd die Staatliche Oberschule für Mädchen und ein Reservelazarett untergebracht
  • 11.12.1945: Wiedereröffnung des Mädchenrealgymnasiums
  • 1970/71: Umwandlung in ein Neusprachliches Gymnasium
  • Ab 1999: Aufnahme auch von Burschen  

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